Four Year Strong - Explains It All - Cover
Große Ansicht

Four Year Strong Explains It All


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem 2007er Debütalbum „Rise Or Die Trying” legten die fünf Indie-Punkrocker von Four Year Strong aus Worcester, Massachusetts (USA) einen einigermaßen passablen Start hin. Das Album präsentierte zwar nichts, was man nicht schon an anderer Stelle gehört hatte, machte aber zumindest streckenweise Laune. Da das Werk in Europa erst mit Verspätung im August des vergangenen Jahres erschien, bekommen wir mit „Explains It All“, dem aktuellen Zweitwerk der jungen Herren, relativ schnell einen Nachfolger serviert. Dieses erschien selbst in den USA erst vor gut zwei Monaten, ist also quasi noch brandheiß. Weniger heiß im Sinne von „neu“ ist allerdings das dargebotene Material auf „Explains It All“.

Die Herren Dan O’Connor (Gesang, Gitarre), Alan Day (Gesang, Gitarre), Joe Weiss (Bass), Josh Lyford (Synthesizer) und Jackson Massucco (Drums) liefern auf ihrem zweiten Studioalbum tatsächlich nicht einen eigenen neuen Song ab! Sie beschränken sich lediglich darauf, eine Auswahl von Liedern aus den 90er Jahren zu covern, die sie als angehende Musiker beeinflusst haben. Okay, das ist wenigstens ein Konzept, das jeder Menge Spaß und gute Laune verspricht, aber ganz gewiss nicht nach großartiger Kreativität klingt. Doch darüber muss man nicht wirklich meckern, vorausgesetzt, der geneigte Hörer lötet sich vor dem Genuss von „Explains It All“ ein paar Biere in den Schädel. Denn erst dann zündet die lustige, von Machine (Every Time I Die, Lamb Of God) produzierte 33-Minuten-Pop-Punk-Sause so richtig.

Diese beinhaltet Cameo-Auftritte von J.R. Wasilewski und Buddy Schaub (Less Than Jake), Keith Buckley (Every Time I Die) sowie Travis McCoy (Gym Class Heroes) und zaubert aus der jugendzeitlichen Songkiste der Four-Year-Strong-Musiker u.a. Stücke von Everclear („So much for the afterglow”), Alanis Morissette („Ironic“), The Smashing Pumpkins („Bullet with butterfly wings”), Third Eye Blind („Semi-charmed life”), No Doubt („Spiderwebs”), Nirvana („In bloom”), Tal Bachmann („She’s so high”) und Sugar Ray („Fly”) heraus. Nach dieser Aufzählung merkt der Kenner: Die Band hat Wert darauf gelegt, nur solche Lieder auszuwählen, die als Hits bekannt und auf Anhieb mitsingbar sind. Die Song-Mischung ist dabei typisch für die 90er Jahre, als Grunge (Nirvana), Pop (Alanis Morissette), Ska (No Doubt) und College-Rock (Third Eye Blind) im Plattenregal einträchtig nebeneiander standen. Also hoch die Tassen und mitgefeiert.

Anspieltipps:

  • In bloom
  • Spiderwebs
  • Semi-charmed life
  • Bullet with butterfly wings

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „Four Year Strong“
comments powered by Disqus