Ndidi O. - Move Together - Cover
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Ndidi O. Move Together


  • Label: Naive/INDIGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ndidi O ist als Deutsch-Nigerianerin in British Columbia aufgewachsen. Das Potential ihrer Stimme entdeckte sie eher zufällig, als sie bei einer Soiree vor Studenten eines ihrer Gedichte in Liedform vortrug. In New York beeindruckte sie als A cappella Sängerin bei einer sogenannten „Open Mic“ Veranstaltung und landete erstmal in der Hip Hop Szene. Danach sang sie in Toronto in einer Rock-Band, orientierte ihre Performance an keiner Geringeren als Tina Turner. Nach der Teilnahme an einem Songwriting Wettbewerb der Toronto Blues Society begann ihr Weg als Sängerin und Liederschreiberin auf anerkannten Bühnen. Schließlich veröffentlichte sie ihre ersten beiden Alben unter ihrem bürgerlichen Namen Ndidi Onukwulu.

Ihr Erstlingswerk als Ndidi O mit dem Titel „Move Together“ kann also durchaus als Neustart gewertet werden. Sie agiert als Singer/Songwriterin, die sich kaum einer Stilart verwehrt. Mit Leichtigkeit schmückt sie ihre Songs mit Blues, Jazz, Folk, Soul, Country, Cabaret oder Pop und lässt diese wahlweise in einem Song zusammenfließen.

Bereits das Album eröffnende „Finally Over You“ zeigt ihre außergewöhnlichen Stimmfärbungen auf. Ein optimistisch swingender Titel, dem der Midtempo Groover „No Everybody“ folgt, ein Country-Jazz-Song im Cabaret Stil. Mit „He Needs Me“ transportiert sie den Blues in Ragtime- und Countryregionen. Als elektrische Blues-Ballade intoniert sie die „Wicked Lady“, um anschließend den „Lost Chances“ mit eindringlicher Stimme nachzutrauern. Dem beschwingten „Her House Is Empty“ folgt das nachdenkliche „Goodnight“. Der Titelsong bringt Blues und Hände klatschenden Gospel zusammen. Das Tempo wechselnde „Forever“ führt uns direkt nach New Orleans, hier unterstreicht Ndidi O nochmals die Bandbreite ihrer Phrasierungen, die sie auch auf „Cry All Day“ und „Almost“ zur Geltung bringt. Das finale „May Be The Last Time, I Don’t Know“ berührt zwischen Gospel und Soul.

Als Einflüsse nennt die Deutsch-Nigerianerin die Plattensammlung ihrer Eltern. Dort fand sie unter anderem Billie Holiday, Bessie Smith, Big Mama Thornton, Leadbelly, Chuck Berry, Howlin’ Wolf, Tina Turner und Donna Summer. Namen, die auf „Move Together“ sicherlich mitschwingen. So ist auch ein ansprechendes Album herausgekommen, dessen Leichtigkeit hier und da an radiokompatiblen Mainstream-Pop grenzt. Zum Glück weiß Ndidi O mit ihrer Stimme zu überzeugen.

Anspieltipps:

  • Wicked Lady
  • Lost Chances
  • Move Togehter
  • Forever

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