Grand Archives - Keep In Mind Frankenstein - Cover
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Grand Archives Keep In Mind Frankenstein


  • Label: Sub Pop/CARGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem zweiten Album „Keep In Mind Frankenstein“ erscheinen Grand Archives passend zum Herbstbeginn wieder auf der Bildfläche. Der sanfte Indie-Pop vom ehemaligen „Band Of Horses“-Gitarristen Mat Brooke und seinen Weggefährten Curtis Hall, Jeff Montano und Thomas Wright will mit seinem hellen, aber etwas bedrückten Klang wunderbar zu dieser Jahreszeit passen. So ertönt Brookes Gesang ähnlich klar und strahlend wie der von „Band Of Horses“-Sänger Ben Bridwell, während sich musikalisch viele Folk-, Singer/Songwriter- und Country-Einflüsse ausfindig machen lassen.

„Topsy's Revenge“ beschränkt sich noch langsam und zurückhaltend auf Gitarre und Akkordeon, doch im zweiteiligen „Witchy Park / Tomorrow Will (Take Care Of Itself)” dürfen zum ersten Mal auch ein wippendes Schlagzeug und der sich als typisch erweisende mehrstimmige Backgroundgesang erklingen, durch den schöne Harmoniebögen geformt werden. So wird im letzteren Teil des zweiten Songs klar, dass die Musik von Grand Archives den Hörer durchaus berühren will und kann, der Band dies aber bei anderen Stücken nicht immer gelingt.

Da wären zum Beispiel die beiden Songs „Lazy Bones” oder „Siren Echo Valley (Part 1)”, die recht nichtssagend im Raum stehen. Glücklicherweise können Lieder wie „Dig That Crazy Grave”, das über die Slide-Gitarre leichtes Country-Feeling versprüht diese Schwächen zumindest halbwegs ausbügeln. Die weiteren Songs folgen dem bereits bekanntem Prinzip, wobei auch mal eine Klarinette („Oslo Novelist”) oder eine Mundharmonika („Left For All The Strays”) zum Einsatz kommen.

Abschließend lässt sich sagen, das Grand Archives hier mit Genretypischen Elementen ein harmonievolles kleines Album gebastelt haben, das jedoch im Vergleich zu der letztjährigen kleinen Sensation Fleet Foxes oder gegen die gekonnte Reduziertheit von Iron & Wine klar den Kürzeren zieht. Ein Album, das man sich zur Herbstzeit zwar ein paar Mal zur Entspannung anhören kann, aber dann auch schnell wieder vergessen sein wird.

Anspieltipps:

  • Witchy Park / Tomorrow Will (Take Care of Itself)
  • Oslo Novelist
  • Dig That Crazy Grave

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