I Might Be Wrong - Circle The Yes - Cover
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I Might Be Wrong Circle The Yes


  • Label: Sinnbus/ALIVE
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

I Might Be Wrong machen da weiter wo sie aufgehört haben! Ihr Debüt „It Tends To Flow From High To Low“ überzeugte mit sanfter Instrumentierung, elektronischen Spielereien, angehauchten Drums und dem durchdringenden Gesang Lisa von Billerbecks. Auch auf „Circle The Yes“ kommen jene positiven Elemente wieder ins Gehör und lassen auch Album Nr. 2 zu einem reizvollen Stück Musik anwachsen.

Jedoch erkennt man bereits beim Opening-Track „Woodecker“, dass die aktuelle musikalische Reise der Band weniger auf experimentelle Gitarrenriffe und Basslines ausgelegt sein wird, stattdessen ein organischer, zurück nehmender, eckiger und vom Schlagzeug getriebener Live-Sound in den Vordergrund drängt. Die Folge ist eine ungemein in sich geschlossene Live-Atmosphäre, die den zehn neuen Songs noch etwas mehr Leben als bisher einzuhauchen vermag. Vor allem dann wenn dezent reduzierte, aber immer in die Songstruktur greifende und genau richtig positionierte Elektronik-Klänge ertönen („It Takes Two To Tango“). I Might Be Wrong verstehen es ausgezeichnet in einen Sog akustischer Freude zu ziehen.

Ob das umtrieben und überraschend eingängige „A Propos“, das an allen Ecken und Noten knisternde, flimmernde und allen Fans von Finn, Tunng oder The Notwist ein breites Grinsen ins Indietronic-Gesicht zaubernde „Pick A Panel“ oder das von Billerbeck teils gesprochene teils gesungene zauberhafte wie auch druckvolle „Chekov“. Da zieht es einen fast wie automatisch zum nächstgelegenen Ticketshop um diese Band so schnell es geht auf der Bühne erfahren zu können. Denn Nummern wie das intensive und melancholisch angestrichene „Novel Rave“ oder auch der brillante Abschluss „Elliott“ schreien geradezu danach live in die Ohrmuscheln getrieben zu werden.

Diese Platte lebt von seiner Intensität, seinen Melodien und einem beinahe hypnotischen Akustik-Faden der sich von vorne bis hinten, von oben nach unten sowie kreuz und quer durch ihren akustischen Inhalt spannt. „Circle The Yes“ beheimatet beeindruckend gutes Liedmaterial, das im vorliegenden Album-Korsett eine äußerst anmutige Figur macht.

Anspieltipps:

  • Woodpecker
  • A Propos
  • Pick A Panel

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