W.A.S.P. - Babylon - Cover
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W.A.S.P. Babylon


  • Label: Global Music Ltd.
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Zwei Jahre nach „Dominator“ melden sich Blackie Lawless und seine Mannen mit „Babylon“ zurück in der hart rockenden Welt. Auf dem Album geht es konzeptionell um die biblischen Visionen der vier apokalyptischen Reiter, wobei der ausschlaggebende Impuls die weltweite Wirtschaftskrise darstellte, die Herrn Lawless zu seinem ganz persönlichen Babylon-Vergleich hinriss.

Weltuntergangstheorien zählten eben schon immer zum Hobby des 53jährigen Steven Edward Duren alias Blackie Lawless. Es stellt sich in diesem Zusammenhang nur die Frage, in welcher Form er diese in seiner Musik auslebt. Denn nicht immer klingen die stetig wechselnden W.A.S.P.-Musiker bei der Aufarbeitung der Phantasien ihres künstlerischen Vorstands inspiriert und motiviert. Kann ja auch ganz schön nerven, wenn die Welt andauernd untergeht.

„Babylon“ ist klangtechnisch (immer leicht retro auf 80er-Jahre-Niveau) und in Sachen Songwriting auf Anhieb als W.A.S.P.-Album zu identifizieren. Es gibt weder „K.F.D.“-Sound-Experimente noch Prog-Rock-Ausflüge á la „The Headless Children“, wobei das Album thematisch durchaus an die „Headless Children“-Epoche anknüpft. Dennoch ist das Vorgehen ein anderes. Hier und heute ballern die Songs direkt auf die Zwölf und nisten sich mit einer Mischung aus treibenden Grooves und hochmelodischen Rhythmen sofort in der Hardrock-Abteilung des geneigten Hörergehirns ein.

Damit gewinnen W.A.S.P. zwar keinen Innovationspreis, aber das verlangt auch niemand von der Band. Dafür unterhält sie mit – im positiven Sinne – simplen Songs (darunter auch das Deep-Purple-Cover „Burn“), die trotz ihrer düsteren Thematik einfach nur Spaß machen sollen. Wer seine Ansprüche an dieses Album genau auf diesem Standpunkt einpendelt, wird den Kauf nicht bereuen.

Anspieltipps:

  • Godless run
  • Thunder red
  • Promised land
  • Babylon’s burning
  • Live to die another day

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