Silje Nergaard - A Thousand True Stories - Cover
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Silje Nergaard A Thousand True Stories


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Silje Nergaard spielt in einer Liga mit den US-Größen Diana Krall und Norah Jones.

Mit „A Thousand True Stories“ präsentiert die 43jährige norwegische Jazzsängerin Silje Nergaard ihr mittlerweile zehntes Studioalbum nun auch im Rest von Europa, nachdem es in ihrer Heimat bereits im Februar das Licht der Welt erblickte. Nach EMI und Universal steht sie mit diesem Album inzwischen bei Sony Music – und damit beim dritten Majorlabel – unter Vertrag.

Die neun Songs auf „A Thousand True Stories“ nahm die Norwegerin wie schon beim Vorgänger „Darkness Out Of Blue“ (04/2007) zusammen mit dem Pianisten und Produzenten Pal Svenre (u.a. Rebecka Tornqvist, Robyn, Margareta Bengtson) auf. Darüber hinaus griff sie diesmal neben ihrer Band – Helge Lien (Piano), Finn Guttormsen (Bass), Jarle Vespestad (Schlagzeug) und Havar Bendiksen (Gitarre) – auf das niederländischen Metropole Orchestra unter der Leitung von Vince Mendoza zurück, der bereits mit Björk, Joni Mitchell und Robbie Williams zusammenarbeitete.

Der Jazzstil von Silje Nergaard ist eher gemäßigt und deshalb auch massentauglicher als „herkömmlicher“ Jazz. Er beinhaltet Einflüsse aus den Bereichen Folk und Pop und spielt in einer Liga mit den US-Größen Diana Krall und Norah Jones. Auch stimmlich verzichtet Silje Nergaard auf Experimente. Ihre Phrasierungen und Harmonien gehen in der Regel schnell ins Ohr und passen perfekt zu dem melancholisch-träumerischen Songmaterial auf „A Thousand True Stories“, das trotz des Einsatzes eines Orchesters nie überfrachtet oder unpassend klingt. Damit knüpft Silje Nergaard nahtlos an den Stil ihres vorherigen Albums an, verfeinert diesen hier und da ohne den Popmusikhörer zu überfordern. Fazit: Ein schönes Album für den nahenden Herbst.

Anspieltipps:

  • Laura
  • Frozen
  • Old Madrid
  • Come in from the garden

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