Kings Of Convenience - Declaration Of Dependence - Cover
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Kings Of Convenience Declaration Of Dependence


  • Label: Source/EMI
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der europäische Leuchtturm des new acoustic movement zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren die so unendlich zarten Kings Of Convenience. Doch nach dem zweiten Album zog es Erlend Öye aus dem malerischen Bergen ins metropolitane Berlin. Die dort aus der Taufe gehobenen Whitest Boy Alive mauserten sich sofort zu eine der besten Musikacts der deutschen Hauptstadt, da blieb nicht mehr viel Zeit für die Ruhe Norwegens und den alten Freund und Convenience-Partner Eirik Glambek Bøe. Zumal jener in Bergen verblieb, das Psychologiestudium abschloss und eine Familie gründete.

Nach fünf Jahren also neues Material der fast totgeglaubten, in Liebhaberkreisen hochgeschätzten Bequemlichkeitskönige und jeder der die Band kennt braucht an dieser Stelle nicht mehr weiterlesen. Es ist alles exakt so geblieben, wie es war. Bis auf, dass sich die beiden Protagonisten lange nicht gesehen haben. „So we meet again after several years, several years of separation. Moving on, moving around, till we spend this time, chasing the other's tail”, erklingt es in “Boat Behind”, der ersten Single und einem der stärksten Songs auf “Declaration Of Dependence”. Die beiden Akustikgitarren umschwirren melodiös einen gutmütigen Kontrabass, während eine Geige die tonalen Akzente setzt.

In Italien und Norwegen wurde die Platte aufgenommen und beherbergt die bekannte Melange aus minimalistisch gehauchten Zwei-Gitarren-Stücken mit melodiös tragendem Gesang („24-25“) oder sanftmöglichster Gitarrenbegleitung durch Kontrabass und Streicher („Peacetime Resistance“) und auch ab und zu ein wenig Keyboard-Klavier („Riot On An Empty Street“). Wer die Bequemlichkeitskönige nicht kennt, seien sie hiermit wärmsten ans Herz gelegt, sie funktionieren in erstaunlich vielfältigen Lebenslagen: in der traurigen Einsam-, wie der intim-glücklichen Gemeinsamkeit, unter der Sommersonne wie dem verregnet-grauen Herbsttag. Für alle anderen wird sich „Declaration Of Dependence“ anfühlen als seien alte, verdammt gute Freunde wiedergekommen.

Anspieltipps:

  • Boat Behind
  • Peacetime Resistance
  • Renegade
  • Mrs Cold

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