A Storm Of Light - Forgive Us Our Trespasses - Cover
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A Storm Of Light Forgive Us Our Trespasses


  • Label: Neurot Recordings/CARGO
  • Laufzeit: 60 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die progressive Post-Rock-Kapelle A Storm Of Light aus Brooklyn, New York präsentiert mit „Forgive Us Our Trespasses” nicht nur den Nachfolger ihres 2008er Debütalbums „And We Wept The Black Ocean Within”, sondern wiederum ein Konzeptwerk mit tief greifender Thematik. Es handelt vom Ende der Zeit – oder wie es Sänger und Gitarrist Josh Graham umschreibt: „Das Album zeichnet im Wesentlichen die Reise der Menschheit in Richtung Vergessenheit auf, während der Planet sich wehrt. Unnötig zu erwähnen, dass die Aussichten für die Menschen nicht gerade rosig sind“.

Das klingt nach schwerer Kost – inhaltlich wie musikalisch. Denn A Storm Of Light fahren zu ihren düsteren Geschichten ebenso düstere und sperrige Klänge aus den Bereichen Doom, Hardcore und Metal auf, die sich meistens im Midtempo bewegen und entsprechend zäh aus den Boxen schleichen. Dazu gibt Ex-Red-Sparowes-Mitglied Josh Graham eine beeindruckende Vorstellung am Mikrophon ab, die von zahlreichen weiblichen Gastsängerinnen (Jarboe, Nerissa Campbell, Carla Kihlstedt, Lydia Lunch und Marika Hughes) flankiert wird.

Daraus ergibt sich ein dichtes avantgardistisches Klangszenario zwischen Breitwand-Filmsoundtrack mit Spoken-Word-Passagen, verpackt in eine psychedelisch-dunkle Weltuntergangsstimmung. Für schwache Nervenkostüme bzw. ausgeprägte Spaßvögel ist „Forgive Us Our Trespasses” demnach gar nichts. Hier kratzt die Apokalypse an der Hörmuschel und schickt sich an, böse Spuren zu hinterlassen. Das Ganze ginge zwar auch noch besser (siehe Tool), denn gewisse Längen lassen sich während der 60 Minuten Spielzeit einfach nicht verheimlichen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. A Storm Of Light sind auf einem guten Weg und die dem Prog-Rock nicht abgeneigte Post-Rock-Gemeinde sollte auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps:

  • Omega
  • Midnight
  • Trouble is near
  • Across the wilderness

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