Selena Gomez - Kiss & Tell - Cover
Große Ansicht

Selena Gomez Kiss & Tell


  • Label: Hollywood Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres kitzeln und aus den Autoradios herrlich unschuldige Popsongs wie „Naturally“ oder „As a blonde“ dröhnen, ist der Sommer nicht mehr weit und die Laune steigt merklich.

Die 17jährige Schauspielerin („Spy Kids“, „Der Zauberer von Waverly Place“) und Sängerin („Tinker Bell“, „101 Dalmatiner“) Selena Gomez steht mit ihrem Debütalbum „Kiss & Tell“ ein halbes Jahr nach der US-Veröffentlichung nun auch in Deutschland in den Startlöchern. Das Nachfolgealbum ist zwar schon fertig produziert, aber bevor es mit der Veröffentlichung so weit ist, will die Nachwuchskünstlerin aus dem Walt-Disney-Stall auch hierzulande mit ihrem Debüt durchstarten und der höchst erfolgreichen Miley Cyrus/Demi Lovato-Generation einen weiteren Exportschlager hinzufügen.

Die Songs und die Produktion für die junge Texanerin stammen von dem erfahrenen US-Studioteam Ted Bruner, Gina Schock, Tim James und Antonina Armato. Aus dieser Schmiede kamen in der Vergangenheit Songs, die von Katy Perry, The Cheetah Girls, Sick Puppies, Vanessa Hudgens und allen voran Miley Cyrus eingesungen wurden. Damit lässt sich im Prinzip, ohne die CD gehört zu haben, eine ungefähre Einschätzung vom Sound des „Kiss & Tell“-Albums treffen, denn sämtliche Acts legen durchaus Wert auf eine mehr oder weniger rockige Instrumentierung, die sich natürlich auch auf dem Selena-Gomez-Album wiederfindet.

Das bedeutet, dass die meisten der sehr eingängigen Songs bei aller Tanzbarkeit nie um eine elektrische Gitarre verlegen sind und in ihrer Machart den heutigen Zeitgeist in Sachen Teen-Pop sehr gut treffen – eine gehörige Portion Austauschbarkeit inbegriffen. Denn was man auf dem vorliegenden Album vorfindet, könnte sowohl von Avril Lavigne („Kiss and tell“, „Tell me something I don’t know“), Kelly Clarkson („I won’t apologize“), Katy Perry („Falling down“) oder Miley Cyrus („I promise you“, „Crush“) stammen – stellt also den Tatbestand harmloser Popmusik dar, die gut ins Ohr geht, nicht wehtut und sogar mit durchaus charmanten Texten überrascht („As a blonde“).

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres kitzeln und aus den Autoradios herrlich unschuldige Popsongs wie „Naturally“ oder „As a blonde“ dröhnen, ist der Sommer nicht mehr weit und die Laune steigt merklich. Dann wird es schwierig über ein kleines, aber feines Popalbum ohne große Ansprüche wie eben dieses zu meckern. Nee, damit fangen wir erst gar nicht an. Dazu ist die Selena viel zu süß, ihre Songs viel zu unverfänglich und sympathisch. Deshalb erfolgt auch kein Vergleich mit dem gekünstelten Output von Ke$ha, sondern das Fazit: Wer Katy-Perry-Songs kauft, kann auch hier gefahrlos zuschlagen!

Anspieltipps:

  • Naturally
  • As a blonde
  • Stop & Erase
  • The way I loved you
  • Tell me something I don’t know

Neue Kritiken im Genre „Pop“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
Diskutiere über „Selena Gomez“
comments powered by Disqus