Why? - Eskimo Snow - Cover
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Why? Eskimo Snow


  • Label: Tomlab/INDIGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor eineinhalb Jahren veröffentlichten Why? ihren dritten Longplayer „Alopecia“, der gleichzeitig mit dem jetzt vorliegendem Werk „Eskimo Snow“ entstand. Für die Aufnahmen holten sich Jonathan „Yoni“ Wolf, Josiah Wolf und Doug McDiarmid noch zwei Leute zur Band: Andrew Broder (Fog) und Mark Erickson formen die Gruppe zu einem Quintett. Zusammen spielt die Band einen Stil zwischen Americana und von Pop durchdrungenem Psychedelic-Folk, wobei sie versucht haben, das Album möglichst live klingen zu lassen. Außerdem soll das über weite Teile trübselige „Eskimo Snow“ die Stimmung harter Wintertage einfangen, die die Band im mittleren Westen Amerikas in ihrer Jugend erfahren haben.

Mit dem sich zaghaft steigernden „These Hands“ eröffnen Why? bedacht ihr viertes Album, bevor sich Klavier und Vibraphon zu Beginn von „January Twenty Something“ duellieren und anschließend Slide-Gitarre und Schlagzeug dazukommen. Wirklich überzeugen können Why? dann mit dem dritten Song „Against Me“, bei dem sich nach ruhigen und aufschunkelndem Einstieg ein Glocken-Crescendo in den Vordergrund drängt, ein ständiger Wechsel zwischen langsam und schnell, laut und leise kennzeichnet den Song. Auf diese Weise funktionieren auch Songs wie „Even The Good Wood Gone“ - bei dem besonders die Slide-Gitarre auffällt - oder das von Orgelklängen bestimmte „Into the Shadows of My Embrace“. Dabei verzichten Why? auf große Melodien, sondern vertrauen voll und ganz auf die Stimmungen, irgendwo zwischen gleichgültiger Trübseligkeit und immer wieder hervor kommenden Aufbruch.

Insbesondere das sanfte „Berkeley by Hearseback“ und das traurige „This Blackest Purse“ fangen diese Stimmungen besonders gut ein, bevor der Titeltrack „Eskimo Snow“ das Album so ruhig beschließt, wie es begonnen hat. Insgesamt haben Why? hier ein gutes Album vorgelegt, sie malen mit hellen Farben Bilder voller trauriger Motive – so ist „Eskimo Snow” doch ein melancholisches Indie-Pop-Album, was nicht zuletzt an Yoni Wolfs bedrücktem Gesang liegt.

Anspieltipps:

  • Against Me
  • Into the Shadows of My Embrace
  • Berkeley by Hearseback
  • This Blackest Purse

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