Terry Hoax - Band Of The Day - Cover
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Terry Hoax Band Of The Day


  • Label: Peppermint Park
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Band of the day“ bricht immer mal wieder in andere Musikstile aus, ohne dabei die Rockschiene jemals richtig zu verlassen.

Terry wer? So ähnlich müssen sich die Terry-Hoax-Fans fühlen, wenn sie von der Band berichten. Terry Hoax war eine Rockband aus Hannover Und das von 1990-1996. Die ersten beiden CDs wurden von Jens Krause produziert, der auch u.a. für Fury In The Slaughterhouse tätig war. So klangen diese dann auch ein wenig. Mit einer Coverversion von „Policy of Truth“ von Depeche Mode gelang Terry Hoax ein Achtungserfolg (Platz 49 in den Singlecharts), das dazugehörige Album „Freedom Circus“ kam sogar auf Platz 7. Daran anknüpfen konnten die Hannoveraner nicht. Der Sound der nächsten Platten wurde rockiger und experimenteller. 1996 dann folgte die Auflösung. Als auch die Auflösung von der befreundeten Band Fury In The Slaughterhouse 2008 feststand, beschlossen Terry Hoax auf einigen Stationen von Furys Abschiedstour den Support zu machen. Darüber fand man wohl wieder zueinander. Nun gibt es Terry Hoax wieder auf CD und bald auf der Bühne.

Verheißungsvoll und rockig beginnt das Album mit dem gleichnamigen Song- und Albumtitel „Band of the day“. Schnelle und einfache Riffs per E-Gitarre, dazu hämmernde Drums, mehr braucht es nicht, um an Fahrt zu gewinnen. Mit „Some kind of paradise“ nimmt man das Tempo nur geringfügig raus und lässt es dafür etwas mehr grooven. Und wieder bekommt man einen sehr eingängigen und tanzbareren Song. Bei diesem Stil bleibt es erst mal. Ein bisschen Soul und eine Prise Funk bei „Nothing less than Everything“, deutlich mehr Pop und Country bei „Good to be bad“. Dieser Song erinnert stark an Smokie. Hierbei wird der Gesang in der Tonhöhe deutlich angehoben. Dies ist der erste Track, der mit Rock nichts zu tun hat.

Pünktlich zur Mitte nimmt das Album wieder Fahrt auf. Hier gibt sich Crossover und Indie-Punk die Klinke in die Hand. „Stop this“ könnte ein älteres Stück von Green Day sein, welches insbesondere durch den Bass auffällt. Danach geht es mit der ersten Ballade weiter. Diese ist dann allerdings so kitschig, dass dem Autor das Anhören wehtut. Dies bleibt jedoch der stärkste Aussetzer. Danach geht es flotter weiter. Nun erhöht sich wieder der funkige Anteil in den Liedern. Zu dem was sie am Besten können, kehren sie in „Shake your head“ zurück. Der Titel verrät es. Hier geht es wieder um gradlinigen Rock, gitarrenlastig und schnell. Und endlich fällt das Wort mit F, was auf keinem ordentlichen Rockalbum fehlen darf. In der Zielgeraden bleibt es dann rockig. Bei „The way she dance“, kann sich Sänger Oli Perau noch mal entfalten. Hier geht die Stimme mehrere Tonlagen rauf und runter. Danach folgen zwei Rocknummern, die sich auch wieder etwas am deutschen Crossover (Guano Apes. H-BlockX) orientieren.

„Band of the day“ bricht immer mal wieder in andere Musikstile aus, ohne dabei die Rockschiene jemals richtig zu verlassen. In den Zeiten wo in der deutschen Musikszene Silbermonde, Julis, Söhne von Naidoo oder Helden den Ton angeben, ist es beruhigend zu wissen, dass neben den Guano Apes eine weitere Band zurückgekehrt ist, die einfachen, unkomplizierten und schnörkellosen Rock spielt. Und das auf Englisch. Doch ein Problem hat Terry Hoax auch bei „Band of the day“ behalten. Die gesamte Diskografie Terry Hoax’ (mit Ausnahme der „Splinterproof“) ist nicht mit der Bühnenshow vergleichbar. Dort klingen ihre Stücke deutlich härter und werden streckenweise mit drei E-Gitarren gespielt. Deren große und erstklassige Spielfreude lassen sich ebenfalls schlecht auf der CD wiedererkennen.

Anspieltipps:

  • Band of the day
  • Where does all the anger come from?
  • Love Madness

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