The Cinematics - Love And Terror - Cover
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The Cinematics Love And Terror


  • Label: The Orchard/INTERGROOVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach einem Achtungserfolg mit dem Debütalbum „A Strange Education“ (2007) und den Bekanntheitsgrad fördernden Touren als Support für die Editors sowie We Are Scientists, gilt die Aufmerksamkeit nun „Love And Terror“, dem zweiten Album des Quartetts aus Glasgow. The Cinematics bieten auf diesem dem Bandnamen entsprechend soundtrack-artige Gitarrenwände, die sich PostPunk-Hymnen genauso widmen wie angedeutetem Blues und dunkel wabernden Balladen, denen stets die nötige Portion Dramatik zur Spannungsbereicherung serviert wird. Typisch britisch ist es größtenteils melancholisch und trotzig, wobei der Sound sehr ausgereift daherkommt und trotz der eindeutigen 80´er-Referenzen Raum für eigene Wendungen lässt.

Diese lassen sich bereits in der ersten Hälfte des Longplayers begutachten, wenn „She Talks To The Trees“ mit markanten Gitarren und jeder Menge Hitpotential, um zum Beispiel die artverwandten Editors oder Interpol von den Tanzflächen abzulösen, dynamisch in die Ohren vordringt und mit druckvoller Rhythmus-Sektion den perfekten Entwurf von PostPunk anno 2009 bietet. Das dabei auch schmeichelnder Pop nicht zu kurz kommt, ist selbstverständlich, wie das folgende „New Mexico“ anhand nochmals gesteigerter Dringlichkeit und schwebenden Gitarrensounds, die atmosphärisch harmonieren, konstatiert.

Um nicht als schwachbrüstiger Aufguss der großen Namen daherzukommen, machen The Cinematics alles richtig, geben sich der direkt vermittelten Spielfreude hin und werfen lodernden Wüsten-Blues (Titeltrack „Love And Terror“) zwischen die Beine des Zweiflers. Auf ähnliche Weise, allerdings andere musikalische Verarbeitung, beruft sich „Hospital Bills”, dem die elektronischen Verzierungen gut stehen und nur von der Steel-Gitarre in „You Can Dance“ getoppt wird, was den variablen musikalischen Ausdruck betrifft. Hier passt einfach alles, auch der Blick zur Seite und die Geschlossenheit eines kurzweiligen Albums, für das auch der charismatische Gesang seine ganze Sehnsucht entfaltet.

Anspieltipps:

  • She Talks To The Trees
  • New Mexico
  • Hospital Bills
  • You Can Dance

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