Takida - Bury The Lies - Cover
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Takida Bury The Lies


  • Label: On Fire/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hui, da kommt etwas auf uns zu! Nummer 1 in Schweden, eine Platin-Auszeichnung und zwei Grammy-Nominierungen stehen mit stolz geschwellter Brust auf der Habenseite von Robert Pettersson (Gesang), Matthias Larsson (Gitarre), Tomas Wallin (Gitarre), Fredrik Palsson (Bass) und Kristoffer Söderström (Schlagzeug) und der Erfolg scheint unaufhaltbar für die Hardrock-Recken aus dem hohen Norden. Wieso bei diesen Fakten bereits drei Alben in ihrem Heimatland unters Volk gebracht wurden und der Rest Europas außen vor gelassen wurde, ist kaum nachvollziehbar.

Glücklicherweise hat sich On Fire Records als Sublabel von Roadrunner ein Herz gefasst und die Jungs für das Compilation-Album „Bury the lies“ unter Vertrag genommen und macht den Fünfer endlich über die Grenzen Schwedens hinaus bekannt. Ob das wirklich gut war, fragt man sich sobald die letzten Töne der zwölf Songs umfassenden Zusammenstellung aus den beiden ersten Alben der Truppe „Make you breathe“ (05/2006) und „Bury the lies“ (05/2007) verklungen sind, denn mehr als eine stumpfe Variation aus breitbeinigen Schmachtfetzen („Handlake village“, „Poisoned“) und simplen Strophe – Refrain – Strophe – Bridge – Refrain –Hardrocksongs mit stark melodischen Ausprägungen haben Takida nicht zu bieten.

„Wir sind wohl eine Hardrockband mit gewissen Pop-Einflüssen“ gibt Gitarrist Tomas zu Protokoll und wie Recht er damit hat. Die Europa-Neuauflage von „Bury the lies“ ist durchsetzt mit fiesen Hooks, die sich kurz im Ohr festkrallen, obwohl nach Bands wie Seether, Nickelback oder jüngst Daughtry das Schema der hart rockenden Band und des emotionalen Sängers, der sowohl pressen als auch jammern kann, dermaßen überstrapaziert ist (Prädikat: langweilig und vorhersehbar), dass es regelrecht als frech zu bezeichnen ist, was dem Hörer vorgesetzt wird.

Keine Frage, jeder der beteiligten Musiker macht einen ordentlichen Job und die Songs besitzen eine ausgewogene, drückende Produktion, aber 2009 muss definitiv ein wenig mehr herausschauen als ausgelutschte Songideen, die auf bekannten Trampelpfaden wüten, selbst wenn diese schon von 2006 bzw. respektive 2007 stammen. Ein aktuelles Werk zu veröffentlichen wäre möglicherweise von Vorteil gewesen, da die neueste Langrille von Takida namens „The darker instinct“, welche seit September in Schweden erhältlich ist, in der einheimischen Presse (erneut) schlechte Kritiken bekommen hat, wäre aber wohl selbst diese Überlegung in die Hose gegangen.

Anspieltipps:

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