Mando Diao - The Malevolence Of Mando Diao: The EMI B-Sides 2002-2007 - Cover
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Mando Diao The Malevolence Of Mando Diao: The EMI B-Sides 2002-2007


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 170 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch die B-Seiten der fünf Schweden versprechen feinsten Indie-Rock.

Nachdem sich die schwedische Band Mando Diao im Jahr 2008 mehr oder weniger im Streit von ihrer Plattenfirma Capitol/EMI getrennt hatte, legte sie mit ihrem ersten Werk für den neuen Vertriebspartner Universal Music, „Give Me Fire” (02/2009), sowie der dazugehörigen Single „Dance with somebody“ (01/2009) die größten Hits ihrer Laufbahn vor. Rache ist süß! Doch auch die EMI weiß sich zu „rächen“. Langsam aber sich beginnt der Ausverkauf des Mando-Diao-Songmaterials, an dem das alte Label noch die Rechte besitzt.

Denkt man sich die komischen Re-Issue-Versionen der EMI-Alben einmal weg, macht die B-Seiten-Sammlung „The Malevolence Of Mando Diao“ den Anfang des gepflegten Kassemachens. Das Werk bündelt fast 40 Songs auf zwei CDs (plus einer 50minütigen Unplugged-Bonus-DVD) und deckt dabei den Zeitraum von 2002, als die Schweden mit der „Motown Blood“-EP debütierten, bis zu ihrem Vertragsende im Jahr 2007 ab. Dazu wird mit „The quarry“ sogar ein bisher unveröffentlichter Song aufgeboten.

Klingt gut, ist aber für den Fan mit Vorsicht zu genießen, da Capitol/EMI schon vor geraumer Zeit von den Mando-Diao-Studioalben Spezialversionen mit Bonus-CDs auf den Markt brachte, diese – man ahnt es schon –, ebenfalls mit Raritäten und B-Seiten gespickt waren. „The Malevolence Of Mando Diao“ beinhaltet aber nicht etwa nur neue Fundstücke, sondern greift auf dieselben Tracks wie auf den Spezialversionen zurück.

Da bleibt dem geneigten Käufer also nur ein Auge zuzudrücken. Denn auch die B-Seiten der fünf Schweden versprechen feinsten Indie-Rock, der schrammelig-rau, mit sehr viel Charme und einem unverschämten Händchen für Melodien dargeboten wird. So findet man tolle Live- und Akustikversionen („Sheepdog“), Gospels („Chet Baker“), reinrassige Popsongs („Good morning, Herr Horst“ im RAC Mix) und breitwandige Rockhymnen („Telephone song“). Als Ergänzung zu der mit Sicherheit kommenden Best-Of-Zusammenstellung ist „The Malevolence Of Mando Diao“ deshalb schon jetzt das vorgezogene Paradestück.

Anspieltipps:

  • Chi
  • Son of dad
  • The quarry
  • Telephone song
  • Duel of dynamite
  • Last time infected
  • San Francisco bay
  • Sheepdog (Acoustic)
  • Long before rock’n’roll

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