R. Kelly - Untitled - Cover
Große Ansicht

R. Kelly Untitled


  • Label: Zomba/Sony Music
  • Laufzeit: 62 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Robert „R.” Kelly (42) zählt mit sechs Nummer-Eins- und vier Nummer-Zwei-Alben sowie 35 Top-Ten-Hits (davon elf Nummer-Eins-Singles) in den USA bei ca. 40 Millionen verkauften Tonträgern zu den ganz großen Nummern im Black-Music-Fach. Und das – muss man sagen – trotz anhaltender Skandale im Zusammenhang mit Kinderpornographie und Sex mit Minderjährigen, wobei der 42-Jährige regelmäßig von den Vorwürfen freigesprochen wurde. Doch irgendwas bleibt immer hängen, zumal R. Kelly in seinen Texten nur wenige Themen zu kennen scheint: Party und Sex.

Auch sein neues Album, „Untitled“, geht wieder auf das Ausführlichste auf diese beiden Thematiken ein, wodurch die 15 Tracks nicht gerade durch Originalität überzeugen können. Als dauernotgeiler R&B-Crooner ist sich R. Kelly noch nicht mal zu schade, seine weibliche Hörerschaft aufzufordern, doch bitte die Beine zu spreizen, damit er sie amtlich schwängern kann. Dazu fällt einem wirklich nichts mehr ein.

Für „Untitled“ arbeitete R. Kelly mit Produzenten zusammen, die nicht zwingend für die erste Liga der Black Music stehen. Zumindest fällt es schwer, auf Anhieb Hits aus dem Hause Roy Hamilton, Jazze Pha, Carlos „Los Da Mystro“ McKinney, Lil Ronnie, Willy Will, Infinity, Chris „Deep“ Henderson, T-Town und Jack Splash zu nennen. Etwas leichter tut man sich da bei den Featuregästen Keri Hilson, Tyrese, Robin Thicke und The-Dream. Doch auch diese klein Starriege kann nicht verhindern, dass R. Kelly außer einfallslosen Partytracks (u.a. „Crazy night“, „I love the DJ“, „Supaman high“), Kopulationsliedern (u.a. „Echo“, „Go low“, „Whole lotta kisses“) sowie Mischungen aus beiden (u.a. „Exit“, „Like I do“, „Be my #2“) nichts auf die Reihe bekommt.

Ernsthaft hinhören lässt sich bei solchen Texten auf Dauer natürlich nicht und auch musikalisch geht hier so einiges in die Hose. Denn womit R. Kelly den weiblichen Hörer „ins Bett locken“ will, ist althergebracht und inzwischen einfach nur noch langweilig. Die Ausflüge in Richtung Dancefloor geraten dagegen zu peinlichen Ausrutschern, die den Namen des Künstlers schaden. Im Vergleich zu den frühen Alben ist das hier, lieber Herr Kelly, nur noch Quatsch mit Soße!

Anspieltipps:

  • Echo
  • Text me
  • Number one
  • Whole lotta kisses

Neue Kritiken im Genre „R&B“
8/10

When I Get Home
  • 2019    
Diskutiere über „R. Kelly“
comments powered by Disqus