Amerie - In Love & War - Cover
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Amerie In Love & War


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Manche Karrieren schaffen es nie bis an die Spitze. Eine dieser Karrieren führt die aus Fitchburg, Massachusetts, stammende Amerie Mi Marie Rogers kurz Amerie. Geprägt sind diese Karrieren von einem frühen Charthit. In Ameries Fall wäre dieser ihr Song „1 Thing“ aus dem Jahr 2005. Nebenbei versuchen sich solche Karrieren auch gerne im Schauspielbusiness oder in der Modebranche. Fuß gefasst wird auch in diesen Bereichen aber nicht. So dümpeln die Karrieren wie die von Amerie eben dahin um alle paar Jahre ein weiteres Album zu fabrizieren, dass die Musikwelt kaum bemerkt und noch schneller wieder vergisst. Mit „In Love & War“ veröffentlicht Amerie ihr viertes Studioalbum. Der Sound der zierlichen und schönen Sängerin bewegt sich dabei permanent zwischen Pop, R&B und Soul. Für das vierte Album holte sich Amerie künstlerische Unterstützung von Trey Songz, Fabolous und Lil‘ Wayne.

Das größte Problem von Amerie wird auch auf „In Love & War“ schnell deutlich. „Tell Me You Love Me“ geht ganz klar in Richtung Beyoncé, „Heard Em All“ in Richtung Ciara und „Swag Back“ erinnert an die kleine, hässlichere Schwester von Rihannas „Umbrella“. Was auf den ersten Blick nicht schlecht erscheinen mag, zerstört aber jedes Langzeiterlebnis mit der hübschen Amerikanerin. Sowohl Beyoncé, Ciara als auch Rihanna, machen ihren Job in den jeweiligen Songs eine ganze Ecke besser als Amerie. So führt auch „In Love & War“ das Gefühl weiter, Amerie besitze eigentlich keinen eigenen Sound und muss, zusammengewürfelt aus den Stärken der Konkurrenz, die Rolle des fünften Rad am Frauen-R&B-Wagen einnehmen. Dennoch zählt „Tell Me You Love Me“ zu einem der besseren Songs auf „In Love & War“. Das mit etwas Soul durchzogene „Dangerous“, das abwechslungsreiche „Higher“, die ganz ordentliche Singleauskopplung „Why R U“ und der beste Song des Albums „Pretty Brown Ft. Trey Songz“, stellen die Sonnenseite der LP dar. Leider ist die Schattenseite mehr als doppelt so groß.

Bis zum unnötigen Interlude „You’re A Star“ funktioniert „In Love & War“ halbwegs gut, verliert dann aber mit dem Vorsatz, ab sofort Balladen und ruhige Klänge anzustreben, an jeglicher Attraktivität. „Red Eye“, „The Flowers“, „Different People“ und „Dear John“ sterben langweilig (Nein, hier liegt kein Tippfehler vor). Ameries Stimme erreicht im zweiten Teil der LP nie das benötigte Niveau. Weil Instrumental mindestens genauso wenig geboten wird, ertappt man sich schon bei dem Gedanken, die CD doch einfach in der Mitte durchbrechen zu wollen. Zum Abschluss gibt es mit „Heard ‘Em All Ft. Lil’ Wayne” den Remix eines Songs, der bereits ohne gelangweilten Rap-Part nicht überzeugen konnte.

Anspieltipps:

  • Pretty Brown Ft. Trey Songz
  • Why R U

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