Richard Hawley - Truelove´s Gutter - Cover
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Richard Hawley Truelove´s Gutter


  • Label: Mute/EMI
  • Laufzeit: 52 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Für Richard Hawley reißt die großartige Serie, die er vor allem seit seiner Ankunft bei Mute Records inne hält, nicht ab.

Aus Sheffield stammend griff Richard Hawley auch schon mal Jarvis Cocker unter die Arme, ehe er 2000 seine Solo-Karriere startete und sich spätestens bei Album Nr. 4 aus dem Jahr 2005 („Cole´s Corner“) den Ruf eines überaus gekonnten und emotionalen Songwriters erspielt hatte. Nachdem er mit diversen Größen des BritPop tourte und auch Kollaborationen mit den Arctic Monkeys sowie Elbow tätigte, war das letzte künstlerische Lebenszeichen der Einsatz als Co-Produzent und -Autor für „Made In Sheffield“, dem letztjährigen Album von Tony Christie. Es dreht sich also vieles um die Heimat von Richard Hawley und so auch beim sechsten Album namens „Truelove´s Gutter“, dessen Titel sich auf einen Ort im historischen Sheffield bezieht.

War der Vorgänger „Lady´s Bridge“ noch melancholisch und spielerisch unterhaltend gleichermaßen und pendelte er zwischen Piano-Balladen sowie beschleunigtem Folk/Country, ist die diesjährige Errungenschaft aus dem Hause Hawley eine glänzende Perle voller ruhiger, intimer Momente, die kaum inniger sein könnte. In acht Songs und allein schon aufgrund des trotz seiner ausgesprochenen Melancholie wärmenden Schmachtfetzens „As The Dawn Breaks“ als Opener liegt Mr Hawley auch 2009 im Gänsehaut-Bereich ganz vorn. Minimal von Akustikgitarre und leisen Klangtupfern unterlegt, schafft es die Stimme des Meisters bereits nach den ersten Tönen zu faszinieren.

„Truelove´s Gutter“ macht es dem Hörer ungemein leicht, sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und der vertonten Ruhe zu lauschen, welche reduziert instrumentiert oft nur von Piano, Akustikgitarre, Percussions und Streichern getragen wird. Ergänzt um die dunkel schmeichelnde Stimme ergibt das einen Fluss, der zwar auch grandiose Höhepunkte wie „Remorse Code“ mit den betörenden Gitarrensoli offeriert, aber grundsätzlich seine Stärke aus der Gesamtheit zieht. Für Richard Hawley reißt die großartige Serie, die er vor allem seit seiner Ankunft bei Mute Records mit „Cole´s Corner“ inne hält, einfach nicht ab, so dass auch das aktuelle Werk bei Liebhabern von träumerischen, sehnsüchtig strahlenden Songwriter-Erhabenheiten hochverdient Tage wie Nächte am Stück rotieren wird.

Anspieltipps:

  • As The Dawn Breaks
  • Remorse Code
  • Soldier On
  • Don´t You Cry

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