Electric Eel Shock - Sugoi Indeed - Cover
Große Ansicht

Electric Eel Shock Sugoi Indeed


  • Label: Rodeostar Records
  • Laufzeit: 31 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Japan ist das Land der Gegensätze. Wer sich davon überzeugen will, muss nur eine CD eines der vielen J-Rock Acts einlegen und die kompromisslose Stilvielfalt über sich ergehen lassen. Da mischen sich Punk mit Jazz, elektronische Samples mit derbstem Metal oder staubiger Stoner Rock wechselt sich mit fröhlichen AC/DC-Rhythmen und doomigen Einlagen ab, die gut und gerne in kurzweilige Metalcore-Ausbrüche gipfeln können. Was letzteren Cocktail anbelangt, so ist die Rede von Electric Eel Shock, die nun schon seit 1997 ihr Unwesen treiben.

Mit einer ausreichenden Portion Selbstvertrauen schmeißen Akihito Morimoto (Gesang, Gitarre), Kazuto Maekawa (Bass) und Tomoharu Ito (Schlagzeug) das Beste des Rock in eine Waagschale, rühren es kräftig um und kreieren dabei ihren ganz eigenen, durchgeknallten Stil, der bereits auf sieben Alben begutachtet werden konnte. Mit „Sugoi indeed“ schlägt nun Nummer 8 bei uns auf und der fetzige Mix aus elektrifizierten Riffs, gewöhnungsbedürftiger DIY-Attitüde (die Produktion ist okay, aber nicht mehr), kürzeren Aggressionsabbaumaßnahmen, die entweder metallischer („Mr. Toad“) oder schlicht lärmender Natur („M.T.B.“) sind, würzen das in halb Japanisch, halb Englisch gehaltene Musikinferno.

Electric Eel Shock sind ganz klar keine Truppe, die man nicht einfach so als gut oder schlecht befinden kann, sondern eine ganz einzigartige Erfahrung, die wohl live am besten zur Geltung kommt und auf Platte nur einen Bruchteil von dem an den Hörer weitergeben, was eigentlich wirklich in ihnen steckt. Wo wir schon beim Thema live sind, ein Ansporn für die weibliche Leserschaft sich den Dreier mal in einem nahe gelegenen Club anzusehen: Schlagzeuger Tomoharu trägt bei Auftritten nur eine Socke über sein bestes Stück und trommelt trotzdem, was das Zeug hält. Im Titeltrack singen Electric Eel Shock bezeichnenderweise „We are crazy“. Damit hätte jetzt wohl keiner gerechnet, was?

Anspieltipps:

  • M.T.B.
  • Mr. Toad
  • Death Penalty

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Electric Eel Shock“
comments powered by Disqus