The Asteroids Galaxy Tour - Fruit - Cover
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The Asteroids Galaxy Tour Fruit


  • Label: Small Giants/EMI
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Asteroiden und Galaxien im Namen kommen nicht von ungefähr!

Bassist/Keyboarder Lars Iversen sagt über den Sound von The Asteroids Galaxy Tour, dass es einige Zeit gedauert hat, den gewünschten Sound zu finden, der anscheinend schon fest in seinem Kopf verankert war. Mit Sängerin Mette Lindberg, deren Stimme nicht selten an Soul-Nachwuchsstar Duffy erinnert, traf er sich im Sommer 2007 und spielte Demos ein, die bei den früheren Karriere-Verantwortlichen von T-Rex, Roxy Music und Robbie Williams, nämlich David Enthoven sowie Tim Clark, landeten. Es dauerte nicht lange und die Beiden bissen an. Für eine grundlegende Aufmerksamkeit in der Musikwelt war also schon gesorgt, wenn man bereits mit den ersten Demos im Vereinigten Königreich landet und dort die Hype-Kurbel angeworfen wird.

Auf der Haben-Seite der Dänen standen bis jetzt zumindest nur eine EP und Single, was sich mit dem Debütalbum „Fruit“ pünktlich zum Spätsommer ändert. Sonnig klingen The Asteroids Galaxy Tour in jedem Fall und beherrschen es, den Soul und Funk der 70´er in das Jahr 2009 mitzunehmen, wenn auch bei weitem nicht unfallfrei. Die Asteroiden und Galaxien im Namen kommen auch nicht von ungefähr, was psychedelische Disco-Sounds und spacige Keyboard-Fanfaren beweisen. Dazu gesellen sich diverse Percussions, Trompeten, Saxophon, Schlagzeug und Gitarre, die vom restlichen Kollektiv beigesteuert werden. Weder als Duo noch als Band bezeichnen sich Lars und Mette, die den Kern des Projektes bilden.

Es fällt schwer, wirkliche Höhepunkte auf dem Album zu nennen, denn es bleibt schlicht durchgängig gut hörbar, auch wenn die verschwommenen Psychedelic-Effekte aufgesetzt wirken und es zuletzt nur ein weiterer Aufguss vom Soul/Funk der Siebziger Jahre ist, der in keinem Fall seine ursprüngliche Wärme und Echtheit erreicht. Stattdessen suhlt man sich im Meer von Coolness, vermeintlicher Abgedrehtheit und kleistert die aufblitzende Leichtigkeit mit Synthesizer-Sounds zu, so dass der Song am Ende einfach nur auf der Strecke bleibt. Was unter anderem bei „Push The Envelope“ passt, nämlich die Mischung aus souligem Groove, Gefühl und instrumentaler Varianz, scheitert an anderer Stelle durch erdrückenden Ballast.

Anspieltipps:

  • Push The Envelope
  • Satellite
  • Around The Bend

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