Calvin Harris - Ready For The Weekend - Cover
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Calvin Harris Ready For The Weekend


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer eine bunte Elektro-Pop-Mischung erwartet, muss leider enttäuscht werden.

In Zeiten, wo chartkompatible Popmusik immer elektronischer wird, sollte ein Act wie Calvin Harris (25) mit seinem Elektro-Dance-Pop gute Chancen in den Charts haben. Und siehe da, in England erreichte der Schotte mit „Ready For The Weekend“, dem Nachfolgealbum seines UK-Top-10-Debüts „I Created Disco“ (07/2007), den begehrten ersten Platz. Mit seinen Singleveröffentlichungen hat Calvin Harris sogar schon ein Abo auf die Top 3 der UK-Charts und Künstler wie Kylie Minogue, Katy Perry, Sophie Ellis Baxtor und Dizzee Rascal vertrauen auf seine Künste als Songschreiber, Produzent und Knöpfchendreher. Es stellt sich also die Frage, wann Herr Harris auch bei uns seinen Durchbruch feiern kann.

Dazu serviert Harris auf „Ready For The Weekend“ 14 Tracks, die er aus einem Stapel von 100 Songs ausgewählt hat. So viel Material häufte sich nämlich in den vergangenen 18 Monaten an, als er sein zweites Soloalbum vorbereitete. In dieser Zeit sammelte der 25-Jährige auch jede Menge Eindrücke in fremden Ländern wie Australien, Belgien oder Italien, wo er in Dance-Clubs als DJ Platten auflegte und so die Geschmäcker des Publikums austestete. Diese Erfahrungen wirkten sich auf den Stil der neuen Songs aus, die nach Calvin Harris’ Aussage keinen glatten Aufguss seines ersten Albums abgeben sollten, auf das er mittlerweile nicht mehr sonderlich stolz ist.

Wer jetzt eine bunte Elektro-Pop-Mischung erwartet, muss leider enttäuscht werden. Der Sound von Calvin Harris ist und bleibt weiterhin sehr stringent im Dance-Bereich verwurzelt und bis auf wenige Chill-Out-Momente („Burns night“, „5iliconeator“) zieht der Schotte sein Ding bis zum Ende durch. Dabei schleichen sich dezente Anleihen an 70er Jahre Discoklänge ein, die mit dem allgemein recht modernen Sound gut verwoben werden. Das sollte für die Zielgruppe als Kaufanreiz ausreichend sein. Der Popfan wird dagegen nicht ganz so glücklich mit dem Album sein.

Anspieltipps:

  • Flashback
  • You used to hold me
  • Ready for the weekend
  • Yeah yeah yeah la la la

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