David Bowie - Space Oddity (40th Anniversary Edition) - Cover
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David Bowie Space Oddity (40th Anniversary Edition)


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 108 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Genialität David Bowies als Texter und Komponist blitzt nur teilweise auf.

Nein, es ist gewiss nicht das erste Mal, dass David Bowies Album-Klassiker „Space Oddity” (1972) mit der gleichnamigen Hitsingle neu aufgelegt wird. So gab es bereits vor zehn Jahren eine digital überarbeitete Version, nachdem das Originalalbum Anfang der 90er Jahre erstmalig auf CD überspielt und mit Bonus Tracks angereichert wurde. Der eigentlich Witz ist aber, dass das Werk im Jahr 1969 in den USA unter dem Titel „Man Of Words, Man Of Music“ und in England schlicht mit „David Bowie“ bezeichnet auf den Markt kam und erst 1972 mit „Space Oddity“ seinen finalen Titel erhielt.

Durch diese – für Nicht-Fans – verwirrende Konstellation wäre einem fast durch die Lappen gegangen, dass die Songs in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag feiern. Und damit gibt es einen Anlass, „Space Oddity“ erneut auf den Markt zu bringen. Da sich die EMI dieser Aufgabe bereits bei den „30th Anniversary“-Editionen mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail stellte, muss man sich in Bezug auf die „40th Anniversary“-Ausgabe keine Gedanken in Richtung Ausverkauf machen. Das Album wird nun – ein weiteres Mal digital auf die Höhe der Zeit gebracht – erstmalig in einem schönen Digipack, ausgestattet mit einem ausführlichem Booklet und einer Bonus-CD herausgebracht.

Damit erhält der Käufer einen echten Mehrwert zu den vorangegangenen Versionen, auch wenn von den 15 Bonus Tracks rund die Hälfte bereits bekannt sind. Dennoch macht es Spaß, das Original Demo des Titelsongs oder die italienisch-sprachige Version „Ragazzo Solo, Ragazza Sola“ zu entdecken. Der Hörer kann in Single-B-Seiten wie „Wild eyed boy from freecloud“ und „Memory of a free festival (Part 2)“, einige BBC-Radio-Tracks wie „Let me sleep beside you“ oder „Janine” sowie in diverse alternative Mix-Versionen hineinhören.

Dadurch lässt sich natürlich nicht kaschieren, dass „Space Oddity“ unterm Strich nur ein durchwachsenes Album ist, das David Bowie nach zahlreichen Flops erstmalig einen kleineren kommerziellen Erfolg feiern ließ. Die Genialität David Bowies als Texter und Komponist blitzt zwar teilweise auf („Cygnet committee“), doch erst mit den folgenden Alben stieg der Londoner zu dem auf, was er heute für die Musikwelt ist: Einer der bedeutendsten Popmusiker der vergangenen 40 Jahre.

Anspieltipps:

  • Space oddity
  • Cygnet committee
  • Wild boy from freecloud
  • Ragazzo Solo, Ragazza Sola

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