Norah Jones - The Fall - Cover
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Norah Jones The Fall


  • Label: Blue Note/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Norah Jones überrascht mit einem Blues-, Country-, Soul- und Folk-Werk.

Spätestens als Norah Jones acht (!) Grammys für ihr Longplaydebüt „Come away with me“ erhielt, wurde die Musikwelt und das Publikum endgültig auf sie aufmerksam. Jazz-Pop nannte sich das und ihre zarte dunkle Stimme eroberte die Welt. Ihr viertes Album hört auf den Namen „The Fall“ und von Jazz-Pop ist da nicht mehr so viel übrig. Norah Jones kürzte ihre schönen dunklen Haare, trennte sich von ihrem langjährigen Freund, dem Musiker Lee Alexander, und beschloss sich den Produzenten Jacquire King, der mehrere CDs von Tom Waits und dem kommerziellen Durchbruch „Only by night“ von den Kings Of Leon zu verantworten hat, zu angeln und nahm stattdessen ein Blues-, Country-, Soul- und Folk-Werk auf.

13 Songs, bei allen war Norah Jones aktiv an der Komposition beteiligt, entstanden und diese klingen schon kantiger und weniger kuschelig als die Songs der Vorgänger-CDs. Ryan Adams, Will Sheff von „Okkervil River“ und Jesse Harris beteiligten sich an der Kompositionen von Jones, die Tom Waits und Ray Charles verehrt, aber die ihren eigenen musikalischen Weg gehen möchte. Wenn man eine Einsortierung vornehmen will, könnte man die Werke von Norah Jones sogar neuerdings Songwriter-Pop nennen.

„Chasing Pirates“ beginnt mit flottem Tönen, die sich langsam ins Ohr schleichen und dort bleiben. Handgemachte Musik mit echten Instrumenten bevorzugt die indischstämmige Amerikanerin und ihre sanfte Stimme mit Wiedererkennungswert tut ein übriges: Sicherlich schuf Jones keine verkopften hochkomplizierten Tracks für die Ewigkeit, aber die feinen Melodien und die abwechslungsreiche Instrumentierung sorgen für echtes Hörvergnügen, das muss man erst einmal schaffen. Eine musikalische Weiterentwicklung darf man Jones schon attestieren, auch die ungewohnten fast schon rockigen Klänge bei „ It's Gonna Be“, welches wie eine 70er Jahre gemäßigte Rocknummer daherkommt, stehen ihr gut.

Der Großteil der Tracks bewegt sich in sanften Klängen, die Norah Jones immer noch gut beherrscht. Wer diese Art der durchdachten Popmusik mag, wird „The Fall“ ins Herz schließen, auch wenn nicht jeder Song sofort zündet, wird man bei jedem Hördurchgang sicherer, dass Norah Jones einfach keine schlechten Songs zustande bringt, sondern immer durchgehend hohe Qualität abliefert.

Anspieltipps:

  • Chasing Pirates
  • It's Gonna Be
  • Light as feather
  • Young Blood

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