Leona Lewis - Echo - Cover
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Leona Lewis Echo


  • Label: Syco/Sony Music
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Leonas R&B-Schiene scheint auf Dauer zu eingleisig zu sein.

Trotz der Tatsache, dass die britische Sängerin Leona Lewis in einer Castingshow entdeckt wurde, beeindruckt sie mit einer Stimme, die der jungen Whitney Houston oder Mariah Carey alle Ehre gemacht hätte. Ihr Debüt „Spirit“ brach 2008 weltweit alle Verkaufsrekorde. Entgegen den sonstigen Branchengepflogenheiten ließ sich Lewis dann erst einmal etwas Zeit, um den Erfolg zu verkraften und neue Songs zu komponieren. Bei ihrem Erstling war sie nicht sehr tatkräftig an der Entstehung beteiligt, doch diesmal schrieb sie an 6 von 13 Songs mit.

Der allgegenwärtige Ryan Tedder von One Republic war als Songwriter von zwei Songs und als Duettpartner bei „Lost then found“ beteiligt, doch das waren noch lange nicht alle fremden Songschreiber: Justin Timberlake, Kevin Rudolf, John Shanks und Max Martin sind nur ein Auszug der anwesenden Komponisten und Produzenten dieses zweiten Werkes. Geboten werden eine Vielzahl an R&B-Balladen, die Lewis so unheimlich kraft-und gefühlvoll performen kann, ganz wenig angesagter Dancepop, man höre „Outta my head“, sowie ein Oasis-Cover namens „Stop crying my heart out“, das zu den besten Songs auf diesem Album gehört: Leona kann dabei die Stärke ihrer Stimme voll ausspielen ohne das die Musik langweilt. Denn das ist das Manko dieser CD: Da wird doch teilweise zu sehr auf die Stimme von Lewis vertraut und musikalisch wenig geleistet, warum eigentlich?

Das klingt doch wirklich allzu sehr nach Baukasten-Balladen, wenn „Broken“ und „Don't Let Me Down“ wenig neue Ideen verarbeiten. Das flotte „Naked“ gefällt schon besser und auch die Balladen „Lost then found“ und das erwähnte „Stop crying my heart out“ gehören zu den sehr eingängigen Ohrwürmern, die als Erfolg versprechende Singleauskopplungen sehr gut geeignet scheinen. Es reicht aber nicht, um ein richtig gute Platte zu schaffen, dafür versteckt sich zu viel Füllmaterial darunter, welches die illustre Songwriter-Riege auch nicht verhindern konnte bzw. sogar zu verantworten hat. Das ist sehr schade, denn Leona Lewis hat sicher enormes Gesangs-Talent, aber die R&B-Schiene scheint auf Dauer zu eingleisig zu sein, etwas mehr Mut zum musikalischen Risiko und die damit verbundene musikalische Abwechslung wäre allen Verantwortlichen zu wünschen.

Anspieltipps:

  • Lost then found
  • Stop crying my heart out
  • Naked

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