Meat Puppets - Sewn Together - Cover
Große Ansicht

Meat Puppets Sewn Together


  • Label: Megaforce Records
  • Laufzeit: 49 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Meat Puppets – Welche Band war das noch einmal? Die bei dem Nirvana-Unplugged-Konzert in New York als Gastmusiker dabei waren? Ja, genau. Es wurden sogar ein paar Songs der Band, wie zum Beispiel „Plateau“, performt. Es gibt aber natürlich noch mehr zu erfahren: Die Band hat immerhin inklusive dem vorliegendem „Sewn Together“ 12 Alben veröffentlicht, bereits zwei Auflösungen hinter sich und soll viele Bands der Grunge-Ära beeinflusst haben. Bei der jetzigen Formation sind wieder die beiden Gründungsmitglieder Curt (Gitarre, Gesang) und Cris Kirkwood (Bass) dabei, mit neuem Schlagzeuger Ted Marcus. In dieser Konstellation, die sich 2006 zusammen fand, wurde mit „Sewn Together“ nun das zweite Album veröffentlicht.

Und wo stehen die Meat Puppets nun, nach insgesamt knapp 30 Jahren Bandgeschichte, im Jahre 2009? Relaxed und unbekümmert schwingt der Titeltrack aus den Boxen, mit Handclaps unterlegt vermischt der Song Country-Rock und Gitarren-Pop mit einem Hauch Psychedelic. „Blanket of Weeds“ klingt mit dem krachendem Bass im Refrain ein bisschen heavier und mündet in einem langen Gitarrensolo, bleibt aber aufgrund des krächzend-lockeren Stimme von Curt Kirkwood leichtfüßig auf dem Boden. So unaufgeregt die Musik der Band hier am Anfang klingt, so unaufregend ist dann leider das ganze Album.

Zwar weiß „Go To Your Head“ durch gefühlvollen Pop-Charme den Hörer zu entzücken, „I'm Not You“ legt den Schwerpunkt etwas mehr auf Country-Rock und bei „S.K.A.“ oder „Nursery Rhyme“ darfs dann auch mal etwas schneller und härter sein, dennoch klingt das meist seltsam gelangweilt runtergespielt. Bei „The Monkey And The Snake“ wird zunächst albern gepfiffen und anschließend verliert sich der Song in psychedelischen Sounds, „Smoke“ hingegeben weiß durch ein clever gesetztes Klavier zu gefallen. Das ganze Album lässt den Hörer zuweilen aber ziemlich kalt, da nützt es dann auch nichts mehr, wenn bei „Love Mountain“ die Funkgitarre rausgeholt wird – es fehlt der nötige Biss. Meat Puppets im Jahre 2009: Größtenteils leider ziemlich langweilig.

Anspieltipps:

  • I'm Not You
  • Go To Your Head
  • Smoke

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
6.5/10

Niente
  • 2017    
Diskutiere über „Meat Puppets“
comments powered by Disqus