Eileen Rose - Luna Turista - Cover
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Eileen Rose Luna Turista


  • Label: Floating World Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Einziges Problem an „Luna turista“ ist der im Gesamten hohe Anteil an mittelmäßigen Melodien und Ideen.

Wirklich festlegen will sich die aus Boston, Massachusetts stammende Singer/Songschreiberin Eileen Rose scheinbar nicht. Ihre Alben entstehen, wo sie sich gerade aufhält und musikalisch ist die Amerikanerin ebenfalls keinem bestimmten Stil zuzuordnen. Mit ihrem fünften Werk „Luna turista“ legt die Weltenbummlerin nun eine weitere emotionale Achterbahnfahrt durch ihren kleinen Kosmos vor, die bereits 2000 mit „Shine like it does“ begonnen hatte und auch dieses Jahr eine stimmige Fortsetzung findet. Ganz wie auf dem Vorgänger „At our tables“ (02/2008) vermischt Eileen, die auf ihrem neuen Album auch Gitarre und Keyboard bedient, zusammen mit ihrer The Holy Wreck-Gruppe, bestehend aus Rich Gilbert (Gitarre, Keyboard, Pedal Steel) und Nate Stalfa (Schlagzeug), Country, Blues, Pop, Roots-Rock und Americana zu einem intensiven Gebräu.

Dabei gibt sie sich mal in schwelgerischen Farben („The one you wanted“, „Third time´s a charm“, „Silver ladle“), lässt die Gitarren sprechen („Simple touch of the hand“, „Strange“, „All these pretty things“) oder fährt im Planwagen an sonnig-gelben Weizenfeldern vorbei („Trouble from tomorrow“, „Why am I awake?“ und das Cover „Luckenbach, Texas“ im Original von Waylon Jennings). Höhepunkt ist dabei die anfänglich ruhig vorgetragene Liebesballade „Sad ride home“, die Elemente von Blues, Pop und Country verbindet und sich immer mehr zu einem ekstatischen Finale aufschwingt, wo Miss Rose zeigen kann, was es bedeutet einen packenden Song mit Inbrunst und Emotionen glaubhaft an den Hörer weiter zu vermitteln.

Einziges Problem an „Luna turista“ ist der im Gesamten hohe Anteil an mittelmäßigen Melodien und Ideen, die in anderen Country- oder Bluessongs schon zur Genüge vorgekommen sind. Wenn Eileen mit ihrer Band zum wiederholten Male altbekannte Honky-Tonk-Versatzstücke oder lebensfrohe Fideln einbaut, dann ist das mitunter nicht nur klischeehaft, sondern auch ziemlich langweilig. Auf der Suche nach konventioneller Countrymusik, die von ehrfürchtig dargebotenen Bluesrock-Nummern abgelöst werden, ist die fünfte Platte der Amerikanerin sicher eine Anschaffung wert, für eine etwas abstraktere Besänftigung des Musikgeschmacks wird Eileen Roses Werk weniger zu gebrauchen sein.

Anspieltipps:

  • Sad Ride Home
  • The One You Wanted
  • Simple Touch Of The Hand

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