Turboweekend - Ghost Of A Chance - Cover
Große Ansicht

Turboweekend Ghost Of A Chance


  • Label: Arista/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Über den Bandnamen lässt sich streiten. Dieser suggeriert eher eine Band im Metal- oder Punkgenre, dabei sind Turboweekend eine dänische Band, die bereits das Album „Night Shift“ im Jahr 2007 veröffentlicht hat und vornehmlich in der Elektro-Club-Szene zu Hause war. Dennoch ging daraus der Radio-Pop-Hit „Into You“ hervor.

Auf dem vorliegenden Nachfolgealbum „Ghost Of A Chance“ sind jede Menge solcher „Hits“ zu finden. Was die Dänen hier abliefern ist Pop mit eleganten bis erhabenen Synthie-Grooves. Dazu wogt ein gestochen scharfes Bass- und Schlagzeugspiel. Überhaupt liegt diesem Album eine perfekte, nahezu glattpolierte Produktion zu Grunde. Außerdem geht einem jeder Song sofort ins Ohr, leider jedoch auch bald ein wenig auf die Nerven. Zu sehr werden hier die schlechten Seiten der 80er Jahre zitiert. Zumindest einige Passagen lassen wenigstens an Echo & The Bunnymen denken, die meisten jedoch tendieren zu einem synthetischen Einheitsbrei.

Nach drei Hördurchläufen kann man kaum den einen vom anderen Song unterscheiden. Lediglich „Your Body Free From Mine“ sticht etwas heraus. Ansonsten plätschern die Melodien an einem vorbei und so eignet sich „Ghost Of A Chance“ eher als Hintergrundmusik denn zum aktiven Zuhören. Sicherlich lässt sich Turboweekend das Handwerk nicht absprechen und die Songs werden auch von einer gewissen Dynamik vorangetrieben, den Gesamteindruck poliert dies jedoch nur wenig auf. Wer auf tanzbaren, radiokompatiblen Synthiepop steht, der wird mit „Ghost Of A Chance“ gut bedient, wer Popmusik mit ausgefeiltem Songwriting sucht, sollte hier die Finger von lassen.

Anspieltipps:

  • Sweet Jezebel
  • Your Body Free From Mine

Neue Kritiken im Genre „Pop“
6.5/10

Querfeldein
  • 2017    
5/10

Rebel Heart Tour
  • 2017    
Diskutiere über „Turboweekend“
comments powered by Disqus