Stompin´ Souls - Silhouettes - Cover
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Stompin´ Souls Silhouettes


  • Label: Strange Ways/INDIGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Was war das eine Freude, als uns die Schweden von den Stompin´ Souls um Sänger Thomas Carlsson 2008 ihr Debüt „And It´s Looking A Lot Like Nothing At All“ servierten. Ein bunter Strauß Garage-Rock mit zwingenden Melodien und jeder Menge nachhaltiger Freude. Perfekt für die schweißtreibende Live-Umsetzung wurde dann folgerichtig ausgiebig getourt, als Headliner oder zusammen mit Friska Viljor. Auch in diesem Jahr ist der Braten allerdings noch heiß, wenn man die wenigen exklusiven Shows im zurückliegenden Sommer als Maßstab nimmt. Neue Songs gab es zu hören und nun folgt vor der weitreichenden Herbst-Tour der Longplayer „Silhouettes“, welcher nicht mehr so krachig explosiv aus den Boxen kommt, dafür aber mit Synthesizer-Klängen und Rhodes Piano andere Seiten der Stompin´ Souls beleuchtet, die nicht weniger mitreißend und immer noch gelöst rockend sind.

So empfiehlt sich „Morning Bell“ als neuer Tanzflächen-Füller im Rock-Gewand und euphorischem Refrain, an dem Synthie-Klänge und das prägnant wirbelnde Piano das Fehlen des dreckigen Garage-Sounds vom Debüt locker wett machen. Es ist vielleicht sogar der Schritt, der die Stompin´ Souls noch weiter voran treiben wird, als sie bisher schon gekommen sind. Da lässt man nicht den Kopf hängen, wenn nach dem erneut überschwänglich liebenswürdigen „Two Birds“ ein reduzierter Melancholiker wie „A Part Of Everything” auftaucht, sondern nimmt die Gelegenheit gern wahr, dem schmeichelnden Vibraphon, unterschwelligen Percussions und Carlssons Stimme zu lauschen, die auch in den ruhigen Songs wesentlich zum Gelingen der Stompin´ Souls beiträgt.

Umgehend wird wieder Fahrt aufgenommen, der prägende Basslauf in „Not Affected“ hellhörig machend ausgearbeitet und treibender Rock´n´Roll geboten, der zum Glück einen Pop-Weitblick parat hält und auch hier die neuen Synthesizer-Elemente in den Gesamtkontext einbringt, als wäre es gar keine Neuerung im Schweden-Pop/Rock der Stompin´ Souls. Gewohnt gut und weiterhin viel Freude bereitend macht das Quintett also, zumindest was die Qualität betrifft, dort weiter, wo nach „And It´s Looking A Lot Like Nothing At All“ Schluss war. Sollte dennoch die bedingungslose Rastlosigkeit vermisst werden, dürften die kommenden Live-Shows für Entschädigung sorgen.

Anspieltipps:

  • I Wish I Were You
  • Morning Bell
  • Two Birds
  • A Part Of Everything

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