The Dead Lay Waiting - We Rise - Cover
Große Ansicht

The Dead Lay Waiting We Rise


  • Label: Rising Records/SPV
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie jetzt? Tokio Hotel haben plötzlich Eier in der Hose und machen Death Metal? Entschuldigung, aber was soll man denn sonst denken, wenn sich The Dead Lay Waiting auf ihrem Debüt „We rise“ mit Emo-Locke und böse dreinblickender Rockerpose ablichten lassen und das auch noch auf das Cover packen? Eben! Um jetzt Missverständnissen vorzubeugen, nein, bei James MacKellar-Still (Gesang, Gitarre), Luke Apocalypse (Gesang), Justin Wilkinson (Gitarre), Azz Inferno (Bass) und Tom Shimpton (Schlagzeug) handelt es sich nicht um ein deutsches Pendant zu Bill Kaulitz & Co., sondern um fünf Londoner Jungspunde, die brutale Deathcore-Attacken als Marschrichtung gewählt haben und diese höchst ansprechend verpackt an den Hörer herantragen.

Derbe Highspeed-Blasts wechseln sich auf „We rise“ mit keifenden Breakdowns ab und brechen schon in der nächsten Minute in einen klar gesungenen Part aus, der vom anschließenden Mosh-Part in Stücke gerissen wird. Diese unvorhersehbare Vorgehensweise wenden The Dead Lay Waiting mit den unterschiedlichsten Puzzleteilen beinahe in jedem Song an und schaffen damit ein unberechenbares Stück Todesblei mit arschtretendem Charakter, das allerdings im Bezug auf Höhepunkte eher mager ausfällt. Die technische Seite der Jungs ist keineswegs zu verachten und auch Shouter Luke liefert gemeinsam mit der zweiten Grunzbirne James einen ordentlichen Job ab, doch hängen bleibt nach der Dreiviertelstunde so gut wie gar nichts.

Dabei legen sich die Gitarren in punkto Melodien ein ums andere Mal ganz schön ins Zeug und auch sonst fallen einige Passagen äußerst schädelspaltend aus, doch letzten Endes müssen die fünf Herrschaften noch viel von ihren Vorbildern wie Bleeding Through, Suffocation oder Parkway Drive lernen, denn stumpfes Geprügel hat noch nie jemanden weiter gebracht. Apropos ganz und gar nicht stumpf: Zu Beginn der Dreschflegelorgie „We stand as one“ jagen The Dead Lay Waiting einen reichlich „cheesigen“, aber enorm erfrischenden Power-Metal-Part durch die Boxen, der später ein weiteres Mal angewandt enorm Dampf macht. Vielleicht sollten James, Luke, Justin, Azz und Tom mal in Richtung der bunten, aber leider bereits aufgelösten Wundertüte Mendeed abschwenken, denn das, was da kurz aufblitzt, lässt nur einen Schluss zu: Bitte mehr davon!

Anspieltipps:

  • Just In Time
  • We Stand As One
  • What We´ve Done

Neue Kritiken im Genre „Metalcore“
5/10

Ember To Inferno: Ab Initio
  • 2016    
6/10

Silence In The Snow
  • 2015    
Diskutiere über „The Dead Lay Waiting“
comments powered by Disqus