Incite - The Slaughter - Cover
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Incite The Slaughter


  • Label: I Scream
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Es reicht nur ein Name, um diese Band für sehr viele Menschen interessant zu machen. Der Sänger dieser Band ist als Baby mit Thrash Metal anstatt Hipp-Babynahrung gefüttert worden. Er hat als Kind mehr Zeit mit böse aussehenden Metalfreaks auf der Bühne verbracht, als mit braven Kindern im Garten gespielt. Bei wem konnte er als Stiefsohn solche Erziehung genießen? Tja, es ist niemand geringerer als Max Cavalera.

Vor fünf Jahren gründete Richie Cavalera die Band Incite, in der er die Texte schreibt und den Gesang übernimmt. Für die Instrumente verantwortlich sind Kevin „Dis“ McAllister (Gitarre), Zak Sofalty (Schlagzeug) und Luis Marrufo (Bass). Nun liegt mit „The Slaughter“ ihr Debütalbum vor und so wie es der Titel ankündigt geht es auch gleich los. Ein Intro, das sich wirklich nach einer Schlachtung anhört, der Schlachtung eines Schweins. Der darauf folgende Titeltrack könnte auch locker auf einem Soundtrack von Hostel landen, wenn man sich den Text einmal zu Gemüte führt. Musikalisch ist das keine rohe Metzelei, aber es ballert ganz ordentlich oder verständlicher ausgedrückt: es ist Thrash, wie man ihn seit jeher kennt.

Wohl bekannte Inspirationsquellen des Hauses Cavalera sind nicht abzustreiten. Hardcore ist an den Jungs ebenfalls nicht spurlos vorbeigegangen, findet es doch seinen Weg in die Kompositionen von Incite. Besonders in der zweiten Hälfte der Platte sind auch neuere Einflüsse auszumachen. Die Musik groovt, die dreckigen Riffs peitschen sie angenehm voran. Qualitätsabfälle sind nicht zu verzeichnen, aber genauso wenig kann man Höhepunkte hervorheben. Das liegt an der strikten Ausrichtung und der relativ geringen musikalischen als auch gesangstechnischen Abwechslung. Wäre die CD länger, hätte sie ein Potenzial zur Langeweile, so kann sie sich über die Zeit retten. Einzig im abschließenden „Awakening“ serviert uns Dis ein feines Solo, eins das deutlich öfter vorkommen dürfte. Sein Gitarrenspiel ist das am positivsten auffallende Element dieses Albums.

Für die gute Produktion ist übrigens Logan Mader verantwortlich. Na, dämmert es, das war neben Rob Flynn der zweite Gitarrist bei Machine Head auf den ersten beiden Alben, bevor sich ihre Wege trennten. Mader hat als Produzent unter anderem mit Divine Heresy, Cavalera Conspiracy, Gojira und DevilDriver zusammengearbeitet. Wem die Rückkehr der Cavalera-Brüder mit Cavalera Conspiracy gefallen hat, wird sicherlich auch an „The Slaughter“ gefallen finden. Kompromisslos und voller Energie preschen die vier jungen Kerle vor und liefern ein sehr solides Debütalbum ab. Die Entwicklung einer größeren Eigenständigkeit wäre jedoch für die Zukunft wünschenswert. Stiefvater Max und Stiefonkel Ig(g)or sind bestimmt stolz auf ihren Sprössling und seine Freunde.

Anspieltipps:

  • The Slaughter
  • Time For A Change
  • Down And Out
  • Awakening

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