Trans-Siberian Orchestra - Night Castle - Cover
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Trans-Siberian Orchestra Night Castle


  • Label: BMG/Tonpool
  • Laufzeit: 120 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Bei diesem Album sollten Prog-Fans auf jeden Fall ein Ohr riskieren!

Das US-amerikanische Prog-Rock-Projekt Trans-Siberian Orchestra entstand im Jahr 1995/96 mit Musikern aus dem Umfeld der 1981 gegründeten und 2007 aufgelösten Heavy-Metal-Band Savatage und überraschte sowohl Metal-Fans als auch die Fachwelt mit pompösen Rockopern, die allein auf drei Alben die Weihnachtszeit zum Thema hatten. Dies funktionierte in den USA kommerziell so gut, dass das Trans-Siberian Orchestra Stück für Stück zu einem der Big Player der Branche heranwuchs und inzwischen auf mehr als sieben Millionen verkaufte Tonträger und mindestens ebenso viele Konzertbesucher zurückblicken kann.

In Europa und ganz speziell in Deutschland ist das Phänomen Trans-Siberian Orchestra bis dato noch nicht so richtig angekommen. Erst in diesem Jahr wird es die erste Tour durch Europa geben. Aus diesem Anlass wurden das „Beethoven´s Last Night“-Album (2000) Ende des vergangenen und nun das „Night Castle”-Album wiederveröffentlicht. Dieses erschien in den USA bereits im Oktober 2009. Es erreichte als höchste Notierung den fünften Platz der Billboard Charts, in denen es sich insgesamt 13 Wochen hielt und für mehr als 500.000 verkaufte Einheiten eine Goldene Schallplatte erhielt.

Das epochale Mammutwerk erscheint verteilt auf zwei CDs, die in der europäischen Ausgabe sogar um ein Bündel Bonus Tracks ergänzt wurden. Es setzt den (wohl nicht nur für Metal-Fans) etwas gewöhnungsbedürftigen Musical-Charakter der vorherigen Werke fort, indem eine Mixtur aus opernartigem Gesang, großflächigen Orchesterparts, klassischen Partituren und progressiven Rockklängen aufgefahren wird. Inhaltlich geht es dabei um „... die zufällige Begegnung eines siebenjährigen Mädchens und eines geheimnisvollen Fremden aus New York City an einem Strand in Kalifornien.“ Daraus wird eine Geschichte gesponnen, „... die sich durch Hell und Dunkel, Tugend und Angst schlängelt“.

Musikalisch wird diese Kopfkinoreise u.a. von Jeff Scott Soto, Jon Oliva, Al Pitrelli, Rob Evan und Chris Caffery (um nur einen kleinen Auszug aus der ellenlangen Ensemble-Liste zu liefern) begleitet und mit einem 68-seitigem Booklet zum Mitlesen aller Texte und Hintergründe aufgewertet. Mehr kann sich der Prog-Rock-Freund eigentlich nicht wünschen, wenn es um die Ausstattung eines Albums geht. Aber auch musikalisch gibt das Trans-Siberian Orchestra alles und liefert einen spannenden Songreigen ab, der den geneigten Hörer mit Leichtigkeit für die gesamte Spieldauer an die Lautsprecher fesselt. Fazit: Hier sollten Prog-Fans auf jeden Fall ein Ohr riskieren!

Anspieltipps:

  • Carmina Burana
  • Dreams we conceive
  • Another way you can die
  • Toccata – Carpimus Noctem
  • The safest way into tomorrow
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