P!nk - Funhouse Tour: Live In Australia - Cover
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P!nk Funhouse Tour: Live In Australia


  • Label: Zomba/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

P!nk live on Stage ist kein Vergleich mit verkniffen dreinblickenden Pop-Püppchen, die sich hinter ihrer Show verstecken.

Es ist schon ein Phänomen: Die „Funhouse”-Tour läuft und läuft und läuft (mindestens noch bis Mitte 2010), aus dem gleichnamigen 2008er Album werden weiterhin fleißig Singles ausgekoppelt, die regelmäßig hohe Chartpositionen belegen und keiner wird müde, die 30jährige Sängerin abzufeiern. Da merkt man wieder mal, dass es sich auszahlt, kein gewöhnlicher Popstar zu sein, der die Bühne meidet, sondern als sympathische und ehrliche Rampensau wahrgenommen zu werden. Aus diesem Grund ist es nur logisch, dass wie schon bei den Vorgängern auch zum „Funhouse“-Album ein Live-Dokument erscheint, das in der vorliegenden Konfiguration aus einer kompakten 52-Minuten-CD inkl. Bonus Studio Track sowie einer randvollen, über 2½ Stunden laufenden Live-DVD den größten „Value for Money“ bietet.

Aufgezeichnet wurden zwei Konzerte im australischen Sydney am 17. und 18. Juli 2009. Diese werden stilecht mit dem AC/DC-Klassiker „Highway to hell“ eingeläutet, gefolgt von einer umwerfenden Greatest-Hits-Show, die allerdings nur auf der DVD stattfindet. Die CD begnügt sich lediglich mit acht Songs aus dem „Funhouse“-Album sowie etwas Beiwerk. Der Grund dafür ist eindeutig: Durch die 60%ige Überschneidung mit der Tracklist des Studioalbums können die Abverkäufe beider Versionen zur Ermittlung der Chartposition zusammengezählt werden. Das nennt man geschicktes Marketing...

Hatten sich bis dato noch auf jedem P!nk-Album ein paar nicht so gelungene Kröten eingenistet, sieht die Sache live ganz anders aus. Bei nunmehr fünf veröffentlichten Studioalben lässt sich mit Leichtigkeit eine Songauswahl treffen, die keine einzige Schwachstelle aufweist. Dabei stellt sich die „Funhouse“-Tour als noch größeres Bühnenspektakel für Augen und Ohren dar, als es die Konzerte zum „I’m Not Dead“-Album waren. P!nk ist wie immer mit Freude und Inbrunst bei der Sache und bietet dabei so manchen optischen, ähem, Leckerbissen wie z.B. in „I touch myself“.

P!nk live on Stage ist kein Vergleich mit verkniffen dreinblickenden Pop-Püppchen, die sich hinter ihrer Show verstecken, auch wenn es bei P!nk Rituale wie einen Akustik-Part gibt. War es beim letzten Album „Dear Mr. President”, sind es nun u.a. „I don’t believe you“ und „Trouble“, die „unplugged“ am vorderen Bühnenrand gespielt werden. In Sachen Coverversionen wurde der Four-Non-Blondes-Hit „What's up“ gegen Gnarls Barkleys „Crazy“ sowie Queens „Bohemiam rhapsody“ ausgetauscht, die beide erstaunlich geschmackssicher dargeboten werden.

Als Rausschmeißer gibt es das obligatorische „Get the party started“ (hier als eine im Tempo gesteigerte Rockversion) sowie die Ballade „Glitter in the air“, die den Adrenalinspiegel behutsam wieder auf den Normalwert runter fährt und ein glückliches Publikum in die australische Sommernacht entlässt.

Anspieltipps:

  • Just like a pill
  • Don’t let me get me
  • Bohemiam rhapsody
  • Please don’t leave me
  • Leave me alone (I’m lonely)

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