Snow Patrol - Up To Now: The Best Of Snow Patrol - Cover
Große Ansicht

Snow Patrol Up To Now: The Best Of Snow Patrol


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 119 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Snow Patrol spielen in der obersten BritPop-Liga. Diese umfangreiche Sammlung offenbart verschiedene musikalische Facetten.

Seit mehr als zehn Jahren ist die schottisch-irische Band Snow Patrol im Geschäft und so richtig durch gestartet sind sie erst mit ihrem vierten Studiowerk „Eyes Open“, das sie weltweit bekannt machte. Sänger Gary Lightbody, Schlagzeuger Jonny Quinn, Gitarrist Nathan Connolly, Bassist Paul Wilson und Keyboarder Tom Simpson komponierten ihre Songs alle selbst und nach dem ebenfalls erfolgreichen letztjährigen „A Hundred Million Suns“ dürfen die fünf Musiker nun ein „Best Of“ vorlegen.

Gleich 30 Tracks lassen keine musikalische Facette der BritPopper aus und mit zwei Live-Songs, einer Coverversion und drei brandneuen Werken gibt es einen echten Kaufanreiz für Fans und solche, die es werden wollen. Rockige balladeske Hymnen für das Stadionkonzert werden den Mannen um den guten Sänger Lightbody gern als Stärke nachgesagt und das stimmt eindeutig. „Chasing Cars“ und „Open your Eyes“ sind echte Klassiker-Balladen, die nicht nur TV-Serien gut stehen und die nicht nur kurzfristig im Ohr bleiben.

Die drei neuen Songs „Give me Strenght“, „Dark Roman Wine“ und „Just say yes“ beinhalten recht unterschiedliche musikalische Ansätze: „Just say yes“ schwelgt erst im sanften Keyboardklangteppich, um dann in gewohnter Eingängigkeit los zulegen, aber es bleibt recht elektronisch. „Give me strength“ lebt von der eindrucksvollen Stimme Lightbodys, die zunächst von Geigen umschmeichelt und einer Akustikgitarre angetrieben wird, um dann nach einem langsamem Aufbau etwas energischer zu klingen, wobei es aber nicht wirklich laut wird.

„Dark Roman Wine“ setzt ganz auf ein von Lightbody gespieltes Akkordeon, welches seinen wieder ausdrucksstarken Gesang sanft begleitet, das nennt man einen richtige Herbst-Kuschel-Song. Besonders begeistert aber die Coverversion von Beyonces „Crazy in Love“, das Snow Patrol etwas verändert haben: Starke Gitarrenriffs und Drums vereinen sich mit einer verfremdeten Stimme des Sängers zu einem ganz neuen treibenden Track, der in dieser Version gut gefällt.

Es bleibt festzuhalten, dass Snow Patrol in der obersten BritPop-Liga spielen und auf dieser umfangreichen Sammlung durchaus verschiedene musikalische Facetten offenbaren, die über die unüberhörbare genannte Balladen-Stärke hinausgehen. Teilweise ziehen sie das Tempo doch hörbar an und waren und werden nicht müde, sich musikalisch zu verändern und weiter zu entwickeln wie auch ihr letzten Longplayer „A Hundred Million Suns“ nachdrücklich bewies.

Anspieltipps:

  • Chasing Cars
  • Hands Open
  • Run
  • Dark Roman Wine

Neue Kritiken im Genre „BritPop“
5/10

Cause And Effect
  • 2019    
Diskutiere über „Snow Patrol“
comments powered by Disqus