Tegan And Sara - Sainthood - Cover
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Tegan And Sara Sainthood


  • Label: Sire Records/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem sich Tegan and Sara mit ihrem letzten Album, „The Con“ (2007), auch endlich außerhalb der Vereinigten Staaten Gehör verschaffen konnten und folglich auch erfolgreich Konzerte in Europa spielten, ließen sich die beiden sympathischen Kanadierinnen nicht lange lumpen und spielten sogleich ihr sechstes Album „Sainthood“ ein. Die neuen Stücke wurden wieder von Death Cab For Cutie-Mitglied Chris Walla produziert, der den beiden aber auch musikalisch mit Gitarre, Bass, Keyboard und Percussion tatkräftig zur Seite stand. Im Studio komplettierten Ted Gowans (Gitarre, Keyboard) und Jason McGerr (Schlagzeug) die Gruppe um das eineiige Zwillingspaar.

Auf „Sainthood“ öffnen die beiden die Tür zum Pop ein ganzes Stück mehr als zuletzt auf „The Con“, die sonst so prägnanten schrägeren Töne und kleinen Experimente sind fast vollkommen verschwunden. Das ist jedoch überraschenderweise gar nicht so schlimm, denn Tegan and Sara schaffen es auch ohne diese Elemente durch mitreissend-rockige und geradlinige Popsongs den Hörer für sich zu gewinnen. Zwar eröffnet „Arrow“ noch mal mit sauber gesetzten elektronischen Elementen und leicht vertrackter Rhythmusarbeit, jedoch treten im Laufe des Albums die eher simplen und mit der Tür ins Haus fallenden Poprocksongs in den Vordergrund, welche Tegan and Sara immer mit packenden Melodien versehen.

Als perfektes Beispiel für die stürmische Entschlossenheit der beiden geht der Song „Hell“ durch, im folgenden variieren Tegan and Sara trickreich das Tempo, mal geht es energetisch nach vorne („North Shore“), mal bleiben sie im Mid-Tempo wie bei dem mit Klavier aufgepeppten Stück „Alligator“. Bei „On Directing“ zeigen die Musikerinnen, wie gut ihre Stimmen miteinander harmonieren, „Sentimental Tune” wird durch die Violine von Gastmusikerin Petra Haden verziert. Mit ihren, manchmal etwas piepsigen Stimmen, setzen Tegan and Sara weiterhin auf ihre niedliche Ausstrahlung. „Sainthood“ muss zwar ohne so clevere Songideen à la „Are You Ten Years Ago“ (von „The Con“) auskommen, kann aber dennoch durch die oben genannten Qualitäten leichtfüßig als reines Poprock-Album genauso überzeugen und entlässt den Hörer mit einem wohlig-zufriedenen Gefühl.

Anspieltipps:

  • Hell
  • North Shore
  • Alligator
  • Sentimental Tune

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