Watch Me Bleed - Souldrinker - Cover
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Watch Me Bleed Souldrinker


  • Label: Silverwolf Productions
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn es langweilig wird in der Stamm-Metalband, dann dürfte der neueste Trend zeigen, dass die Gründung von einer weiteren Truppe meist Abhilfe schafft. In den letzten Jahren ist die Erweiterung des Betätigungsfelds jedenfalls einigen Herrschaften in den Sinn gekommen und dieses Mal lautet das Ergebnis Watch Me Bleed. Federführend bei der aggressiven Modern Metal-Attacke „Souldrinker“ sind Chris Rodens (Gesang, Ex-Kickdown), Markus Wenzel (Gesang, Inzest), Markus Pohl (Gitarre, Symphorce, Mystic Prophecy), Michael Vetter (Bass, Pump) und Steffen Theurer (Schlagzeug, Symphorce), die ihr erstes gemeinsames Langeisen vorrangig aus Thrash und Melodic Death Metal formen, sowie mit einer Prise Metalcore abschmecken und einer ordentlichen Portion Groove würzen.

Damit der Truppe nicht dasselbe Schicksal wie dem französischen Pendant One Way Mirror (der Act setzt sich aus Mitgliedern von Mnemic, Soilwork, Lyzanxia und Scarve zusammen) mit ihrer selbstbetitelten, wild und unkontrolliert um sich schlagenden Scheibe (06/2008) ereilt, sorgen eine knallhart und kontrolliert agierende Rhythmustruppe und die zwei Mikrophonschwinger Chris und Markus als bissige Growl- und Shout-Lieferanten (im Albumender „The bleeding chalice“ darf zusätzlich Andy B. Franck (Nemesis, Constantine) sein Organ zur Verfügung stellen) für die nötige Struktur hinter den elf Dampfhämmern. Geboten wird „straight forward“ Metal direkt in die Fresse, der keinen Platz für Spielereien, aber konsequent schädeltraumaförderndes Songwriting übrig hat und von einem heftig bratenden Riff zum nächsten Moshpit hechelt um eine Doublebasssalve loszutreten, die den nächsten Wohnblock in Schutt und Asche legt.

Tracks wie die thrashende Todesblei-Attacke „Rise“, die Groovewalzen „Bloodred rain“ und „The game is on“, sowie zischende Dampfkessel der Marke „mit dem Schädel durch die Wand“ („Jackhammer“, „Where darkness hides“, „Dead sky black sun“) zeigen das Potential des Fünfers und schrauben die Erwartungen an weitere Veröffentlichungen aus selbigem Hause zurecht in die Höhe. Einziger Wermutstropfen an „Souldrinker“ ist der unstillbare Wille der Truppe mehr in einen Song zu packen als er verkraften kann, wodurch einige Abzweigungen als störend und inkonsistent empfunden werden. Nichtsdestotrotz ist Watch Me Bleed eine Scheibe gelungen, die den letzten Platten der jeweiligen Stammbands in Sachen testosterongesteuerter Power eine Nasenlänge voraus ist.

Anspieltipps:

  • Jackhammer
  • Bloodred Rain
  • Burn Down Hope
  • Dead Sky Black Sun

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