Pitbull Terrorist - C.I.A. - Cover
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Pitbull Terrorist C.I.A.


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 25 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Schaut man sich in der Metal-Landschaft mal um, dürfte auffallen, dass Angela Gossow von Arch Enemy lange nicht die einzige Frau ist, die markerschütternde Growls und Schreie durchs Mikrofon jagt, wie es sonst nur echte Kerle zu tun vermögen. Candace von Walls Of Jericho oder Alissa von The Agonist beispielsweise haben es auch faustdick hinter den Ohren. Nun wird auch die Ecke, wo Hardcore Punk und Grindcore aufeinander treffen, von einem weiblichen Organ aufgemischt. Ursula nennt sich die vermummte Gestalt, die zusammen mit John Keu (Gitarre, Vocals), Jorma 22 (Bass) und Herald Flinck (Schlagzeug) die Formation Pitbull Terrorist bildet.

Allesamt tragen sie Sturmhauben, wie es sich für selbsterklärte Freiheitskämpfer des 21. Jahrhunderts scheinbar gehört. Wie schon bei Milking The Goatmachine und Bakteria wird auch bei dieser Band des neuen Labels Anstalt Records der Mantel des Schweigens über die genaueren Hintergründe gelegt. Ihren Sitz scheinen sie in Finnland zu haben, wobei die Nationalitäten der einzelnen Mitglieder variieren. Doch das einzige was zählt ist: Auf ihrem Erstling „C.I.A.“ (Contraband International Audio) pressen Pitbull Terrorist in 25 Minuten 18 Songs vom Stapel, die die Lauscher ordentlich zum glühen bringen.

Im Eiltempo mähen die Gitarren mit dem rasenden Schlagzeug und Ursulas wütender Röhre alles nieder, was nicht bei drei im Moshpit ist. Doch immer mal wieder wird das Tempo kurz gedrosselt, um z.B. ein mitreißendes Riff wie in „The Leak“ zu platzieren oder sonstige Ideen zu verwerten, was Pitbull Terrorist erst interessant macht. Speziell gegen Ende wird „C.I.A.“ experimenteller, wo mit „In Confidence“ ein nettes Instrumental untergebracht ist und in „The Shit Of The System“ gar ein klar gesungener Refrain ertönt.

Was von Anstalt Records als „Terror Thrash“ angepriesen wird, ist in erster Linie kurzweiliger und einladender Grindcore, der speziell durch die Verstärkung der Frauenquote an der Growling-Front seinen Reiz gewinnt. So macht Revolte Spaß.

Anspieltipps:

  • The Silencer
  • Maus
  • The Leak
  • Guerra
  • In Confidence
  • The Shit Of The System

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