Queen - Absolute Greatest - Cover
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Queen Absolute Greatest


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 80 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

20 hinlänglich bekannte Meisterwerke.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: einen sinnvollen Grund (außer dem, schnelles Geld zu machen) gibt es für diese Veröffentlichung nicht. Die Plattenfirma (oder wer auch immer) würfelt 20 Songs aus 20 Karrierejahren auf einer CD zusammen und schickt diese als die absolut Großartigsten Werke aus der Feder von Queen in das Rennen um Marktanteile im letzten Quartal 2009. Damit es in der Kasse auch so richtig schön rappelt, wird „Absolute Greatest“ gleich in fünf verschiedenen Versionen auf die kaufwilligen Massen losgelassen: Als Download, Dreifach-Vinyl, Doppelalbum, Doppelalbum plus Buch sowie einer 08/15 Standard-CD.

Da ist für jeden etwas dabei – nur eben nichts Neues! Denn der Markt erfreut sich schon seit vielen Jahren über die Queen-„Greatest Hits“ mit den Nummern eins, zwei und drei (auch als 3-CD-Box-Set erhältlich) sowie einer Sammlung härterer Songs mit dem Titel „Queen Rocks“ (1997). Dadurch ließe sich „Absolute Greatest“ in der Tat als reine Geldmacherei verdammen, wären da nichts wenigstens zwei kleine Zugaben, mit denen der Queen-Fan zu besänftigen ist. Da wäre zum einen das Hardcover Fotobuch im DIN-A4-Format (!) mit 52 Seiten, auf denen unveröffentlichte Bandfotos, Memorabilia und handgeschriebene Songtexte vorgestellt werden und zum anderen eine Bonus-CD, auf der Roger Taylor (Drums) und Brian May (Gitarre) in einem spannenden und mitunter auch lustigen Dialog Kommentare zur Entstehung der einzelnen Songs abgeben.

Daraus ergibt sich, dass diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, „Absolute Greatest“ käuflich zu erwerben, am besten zu der Doppel-CD-plus-Buch-Variante greifen, um zumindest einen gewissen Mehrwert zu erhalten. Ansonsten würde sich das Vergnügen auf 20 hinlänglich bekannte Meisterwerke beschränken, von denen freilich nicht alle den Kultstatus von „Bohemian rhapsody“, „We are the champions“, „Killer queen“ oder „Somebody to love“ besitzen und den Sell-Out-Wermutstropfen ganz deutlich auf der Brust tragen. Da uns aber in Zukunft weitere „Queen + Paul Rodgers“-Alben wie „The Cosmos Rocks“ erspart bleiben, drücken wir heuer zwei Augen zu!

Anspieltipps:

  • Somebody to love
  • Seven seas of rhye
  • Don’t stop me now
  • Bohemian rhapsody
  • The show must go on
  • Who wants to live forever
  • Crazy little thing called love

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