Pain Of Salvation - Linoleum EP - Cover
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Pain Of Salvation Linoleum EP


  • Label: InsideOut/EMI
  • Laufzeit: 30 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Diese Band bleibt nie auf einem Fleck stehen und die EP macht tatsächlich Appetit auf mehr.

Ein Appetizer gefällig auf das was uns nächstes Jahr erwartet? Zwei CDs soll es beinhalten, das im nächsten Jahr erscheinende Werk „Road Salt“ - ein Doppelalbum! Drei Teile lang soll „The Perfect Element“ sein, wird es der dritte und letzte Teil? Ein, zwei, drei sind jedenfalls die Anfangsworte der neuen „Linoleum“ EP von Pain Of Salvation, die uns das Warten auf das neue Werk etwas angenehmer gestalten soll. Der Vorgänger „Scarsick“ hat für einige Fans zu wenige musikalische Akzente gesetzt und auch die Gesangsleistung war weniger variabel, mehr dem Sprechgesang zugeneigt. Das alles hatte aber eine Absicht. Die sozialkritischen Texte und sehr persönlichen Überlegungen waren das A und O dieser Platte – einem weiteren Meisterwerk dieser Band, das sich erst beim näheren Betrachten als „The Perfect Element Part 2“ herausstellte.

Musikalisch erinnert der Beginn von „Linoleum“ an „Scarsick“, aber eine Spur bluesiger, immer vielseitig interessant und stets beherrscht von den typischen Markenzeichen von Pain Of Salvation. Das ist noch lange keine so komplexe Mixtur wie auf „Be“, aber dafür eine leicht rohe, abwechslungsreiche Rockmetalkultur. Die Gesangsleistung ist wieder passionierter und abwechslungsreicher. Er flüstert, er spricht, er singt, er schreit. Es ist faszinierend wie viel Daniel Gildenlöw von sich gibt und in die Musik steckt, welche Emotionen er einbringt und hervorruft. Gleich im Titeltrack, der einige Metamorphosen zwischen laut und leise vollführt, ist dies auszumachen. In „Mortar Grind“ wird es noch rockiger und der neue Schlagzeuger Leo Margarit zeigt gleich einen Querschnitt seines Könnens. Der neue Bassist kommt nicht dazu, denn er ist bereits wieder Geschichte, die Wege haben sich schnell getrennt.

Nach einer kurzen Ballade, die keine ist („If You Wait“), weil Leo ständig sein Schlagzeug verprügelt und den Leidvoll singenden Daniel nicht zur Ruhe kommen lässt, wird es in „Gone“ ursprünglicher, da es eine mehr an ältere Taten erinnernde Komposition mit einem coolen Basslauf geworden ist. Ihren Humor beweisen die Bandmitglieder in „Bonus Track B“, einer Unterhaltung über die Sinnlosigkeit von Bonus Zugaben, in der ein Seitenhieb auf Lady Gaga folgt, die eine Super-Limited Special-Edition mit ihren Haaren bestückt hat. Haare bekommen jedoch keinen Vorzug und so fällt die Entscheidung, Überraschung, auf einen Bonustrack, den sie in ihrer Diskussion selbst ad absurdum führen. Dieser ist ein Cover von den Scorpions, eine sehr gelungene, traurig düstere Version von „Yellow Raven“. Diese Band bleibt nie auf einem Fleck stehen und die EP macht tatsächlich Appetit auf mehr, also bitte mehr davon.

Anspieltipps:

  • Linoleum
  • Mortar Grind
  • Yellow Raven

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