Carolina Liar - Coming To Terms - Cover
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Carolina Liar Coming To Terms


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 49 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit fast zweijähriger Verspätung erscheint das Debütalbum „Coming To Terms” von Carolina Liar in Deutschland. In Amerika ist der junge Kopf der Band, Chad Wolf, schon lange erfolgreich unterwegs: Nachdem die Charts erobert wurden, spielte er mit seiner Band beispielsweise im Vorprogramm von Rob Thomas. Das passt ganz gut, denn die Musik von Carolina Liar steht in der Tradition von amerikanischen Stadion-Pop/Rock Bands wie Matchbox Twenty oder Train. Produziert wurde das Album in Schweden mit Hilfe von Max Martin, mit dem Chad Wolf zufälligerweise befreundet ist. Tatkräftige Unterstützung gab’s außerdem von namhaften Songwritern wie Peter Svennson von den Cardigans.

Nun soll also auch der europäische Markt erschlossen werden. In Deutschland hilft die SAT.1-Werbekampagne „Colour Your Live”, welche mit dem Hit „Show Me What I'm Looking For” unterlegt ist, Carolina Liar bekannt zu machen. Der hymnenhafte Song wartet mit Streichern und Glocken auf und umgarnt den Hörer mit liebevoller Melodieseligkeit, wird aber so schnell niemanden vom Hocker reißen. Das steht repräsentativ für die ganze Platte von Carolina Liar: Echte Glanzleistungen wird man auf „Coming To Terms” vergeblich suchen. Aber das etwas kitschige, von einem Klavier getragene „Done Stealin” oder das rockige „Something to Die For”, gehen als herzliche Popnummern durch, die wohl nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben werden, aber die Platte letztlich knapp über den Durchschnitt hieven.

Auf „Coming To Terms” wechseln sich durchgehend grundsolide Songs („Show Me What I'm Looking For”, „Battlefields”) mit eher durchschnittlichen („Beautiful World”, „All That Shit Is Gone”) ab und vereinzelt gibt es auch eindeutige Schwächen, wie zum Beispiel die Uptempo-Nummer „Last Night”, welche mit seiner Keyboard-Sirene im Refrain schon mal auf den Geist gehen kann. Echte Ecken und Kanten zum Festhalten und Abarbeiten gibt es nicht. Grundsätzlich machen Carolina Liar jedoch bodenständige, aalglatte Popmusik, die locker im Radio gespielt werden kann, aber seinen Vorbildern wie Matchbox Twenty nicht das Wasser reichen kann.

Anspieltipps:

  • Show Me What I'm Looking For
  • Done Stealin
  • Something to Die For
  • Battlefields

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