Ronan Keating - Winter Songs - Cover
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Ronan Keating Winter Songs


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Erst kürzlich präsentierte Ronan Keating (32) seinen Hörern passend zum Muttertag eine Sammlung von Liedern für seine 1998 verstorbene Mutter („Songs For My Mother“, 05/2009). Jetzt ist bald Weihnachten und Ronan, der alte Fuchs, legt mit einer Kollektion von 12 Weihnachtsliedern nach, womit der Gute besonders in diesem Jahr ganz gewiss nicht allein dasteht. Selbst Bob Dylan und Rob Halford (Judas Priest) haben 2009 Weihnachtsalben auf den Markt gebracht. Wohin soll das noch führen?

Jetzt also auch der Boyzone-Sänger, der sich wie schon für den Vorgänger Stephen Lipson (u.a. Simple Minds, Annie Lennox, Boyzone, Natalie Imbruglia) als Produzenten ins Studio holte und für sein mittlerweile sechstes Solo-Studioalbum Coversongs von Joni Mitchell („River“), Bob Dylan („Ring them bells“), Simon & Garfunkel („Homeward bound“) und Sugarland („Stay“) sowie traditionelle Weihnachtslieder wie „Silent night“, „Little drummer boy“ und „Have yourself a merry little christmas“ neu interpretierte. Zudem spendiert uns der 32-Jährige mit „It’s only christmas“ und „Scars“ auch zwei brandneue Eigenkompositionen.

Den Anfang macht das Titelstück „Winter song“ aus der Feder von Sarah Barreilles, den auch Rob Halford für sein genau wie das von Ronan Keating mit „Winter Songs“ betitelte Weihnachtsalbum aufnahm. Offenbar ist die Auswahl poppiger Songs zum Fest der Liebe sehr überschaubar. Und auch die Titelfindung erscheint in diesem Jahr recht eindimensional zu verlaufen, schaut man auf die Weihnachtsalben von Sting („If On A Winter’s Night“) oder Tori Amos („Midwinter Graces“). Hauptsache es schneit auf dem Cover.

Das erste Weihnachtsalbum von Schwiegermutterliebling Ronan Keating fällt im Detail genau so aus, wie man es im Vorfeld vermuten konnte: Der Dubliner präsentiert eine balladesk weichgespülte Songsammlung, die in eine brillante Breitwandproduktion mit exorbitanter Streicherbegleitung eingebettet ist. An kalten Wintertagen, bei einer Tasse Tee und leckerem Gebäck können Stücke wie „Have yourself a merry little christmas“ als geschmackvoller Zeitlupenswing oder „Homeward bound“ als festlich gestimmter Popsong durchaus gefallen.

Dennoch ist der Kitschfaktor bei Herrn Keating wieder besonders ausgeprägt und eine derart düstere Interpretation von „Little drummer boy“ hätte auch nicht sein gemusst. Aber sei’s drum. Weihnachtsalben bleiben nun mal ganz extrem Geschmackssache und wer sich auf ein solches von Ronan Keating einlässt, ahnt bestimmt, was er darauf zu hören bekommt. Das Leben ist eben nicht immer eine Pralinenschachtel...

Anspieltipps:

  • Stay
  • River
  • Caledonia
  • Homeward bound

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