Kongo Skulls - Perfect Suicide - Cover
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Kongo Skulls Perfect Suicide


  • Label: Abandon/New Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Perfect Suicide“ bietet kurzweiligen Rock’n’Roll der schnörkellosen Sorte, der gar nicht erst den Anspruch erhebt, nennenswert innovativ zu sein. Eine nette Platte für Freunde von Danko Jones und Co.

Das zweite Album der Kongo Skulls ist natürlich eines dieser Werke, die wöchentlich in unüberblickbarer Anzahl aus heimeligen Provinzstudios ausgespuckt zu werden scheinen. Und doch hat dieses hier ein bisschen mehr zu bieten: Die Songs sind angenehm dreckig produziert, und nicht nur die Sologitarre aus dem Titeltrack ist wirklich stark. Außerdem wird der ganz gerne mal unangenehm männliche, schwitzige Blues-Rock der Band öfters durch in diesem Kontext beinahe experimentell anmutende Mollpassagen konterkariert, was in Kombination mit den schmissigen weiblichen Backgroundvocals zu einigen großen Momenten führt. Demgegenüber stehen allerdings Mitgrölnummern von der Stange, die angesichts der Qualität einiger Stücke einfach nur unnötig sind. Man stelle nur den Vergleich zwischen dem einfallslosen Opener und dem mitreißend-ekeligen „Woman“ an.

Im Ergebnis verrichtet „Perfect Suicide“ jedenfalls als Nischenprodukt für Fans seinen soliden Dienst. Lyrisch gesehen sollte man allerdings eher schmerzfrei veranlagt sein, denn die genretypischen Themen werden von den Kongo Skulls ausschließlich mit herzhaftem Sextaner-Englisch besungen. Ist aber irgendwie auch schon wieder sympathisch.

Anspieltipps:

  • Perfect Suicide
  • Woman

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