Beyoncé - I Am... Yours. An Intimate Performance At WYNN Las Vegas - Cover
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Beyoncé I Am... Yours. An Intimate Performance At WYNN Las Vegas


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 91 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Dem Album liegt ein interessantes Konzept zugrunde, das zwar manchmal etwas zur Selbstbeweihräucherung tendiert, aber auf jeden Fall innovativer als eine herkömmliche Live-CD/DVD ist.

Seitdem die ehemalige „Destiny’s Child“-Sängerin Beyoncé Knowles solo unterwegs ist, vergeht kein Jahr ohne neue Single-, Album-, DVD- oder Kinofilm-Veröffentlichung der 28-Jährigen. Deshalb verwundert es nicht, dass kurz vor Torschluss in 2009 noch schnell ein opulentes Live-Mini-Box-Set, bestehend aus zwei CDs und einer DVD (die auch separat erhältlich ist, aber einen etwas mageren Eindruck hinterlässt) in die Läden gewuchtet wird.

Anlass der Veröffentlichung ist Beyoncés Auftritt am 2. August 2009 im Encore Theater im Wynn Nobelhotel in Las Vegas, wo die Sängerin einen intimen Auftritt vor einer relativ kleinen Kulisse absolvierte. Über 30 Songs sang die Ehefrau von Rapper Jay-Z an diesem Abend für ihr Publikum, verpackt in eine mit biografischen Storytelling-Elementen angereicherte Show, die von den Anfängen mit Destiny’s Child, über Beyoncés Filmkarriere und ihren ersten Soloausflügen bis hin zur Heirat mit Jay-Z reicht.

Das passt von der Machart natürlich sehr gut in eine Showstadt wie Las Vegas, wo jede Künstler-Performance etwas Besonders sein muss. Durch diesen Umstand ist „I Am Yours… An Intimate Performance At Wynn Las Vegas” kein 08/15-Live-Album für das, wie heute leider üblich, verschiedene Auftritte zusammengeklatscht wurden, sondern ein unterhaltsamer Mitschnitt eines Abends, bei dem der Hörer auch etwas von den Geschichten hinter der Musik erfährt. Das Ganze wird in einen relativ rauen und ungelackten Live-Sound verpackt, bei dem Beyoncé bei ihren Storytelling-Parts mit einer (vermutlich vom langen Touren) leicht angeschlagene Stimme auffällt.

Damit überhaupt 30 Songs untergebracht werden konnten, wurden die Stücke in Form von Medleys miteinander verbunden, was dem Fluss des Konzerts durchaus gut tut. Die Maximalspielzeit wird dabei zwar nicht ausgereizt, aber das soll kein Kritikpunkt sein. Durch die Verkürzung in Medleyform heißt es aber auch genau hinzuhören, damit man nichts verpasst, wie z.B. die in „If I were a boy“ integrierte Coverversion von Alanis Morissettes „You oughta know“.

Fazit: Dem Album liegt ein interessantes Konzept zugrunde, das zwar manchmal etwas zur Selbstbeweihräucherung tendiert (meiner zehnter Grammy, mein soundsovielter Nummer-1-Hit, mein Haus, meine Yacht, mein Pferd...), aber deshalb nicht minder spannend und auf jeden Fall innovativer als eine herkömmliche Live-CD/DVD ist.

Anspieltipps:

  • Halo
  • Work it out
  • Irreplaceable
  • Crazy in love
  • If I were a boy
  • Destiny’s Child Medley

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