Timbaland - Presents Shock Value 2 - Cover
Große Ansicht

Timbaland Presents Shock Value 2


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 73 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wie im richtigen Leben helfen gute Beziehungen bei der beruflichen Zukunft gern weiter und als herausragender R&B- und HipHop-Produzent kann sich Timbaland seine Duett- und Featuring-Partner aussuchen und muss wahrscheinlich viele Anfragen ablehnen. So war das ja auch bei seinem ersten Album „Shock Value“, welches mit eindrucksvoller Gästeliste und dem Versuch, möglichst viele Musikstile auf einer CD zu vereinen, höchst interessant und gleichzeitig erfolgreich war.

Diesmal lautet das „Who is who“ folgendermaßen: Nelly Furtado, Justin Timberlake, Katy Perry, Chad Kroeger (Nickelback), The Fray, One Republic, Miley Cyrus und die australischen Rocker von Jet. Da könnte man meinen, der gute Tim lässt nach, denn die erste CD schmückte sich mit Stars vom Kaliber eines Jay-Z, Elton John, Dr. Dre, 50 Cent und Missy Elliott. Oder ist Timbaland vor allem der reinen HipHop-Künstler müde und möchte nur noch Pop- und R&B-Musik machen...?

Die Kollaboration mit Justin Timberlake ist so ein Song, wo man denkt, dass diese Art der verfremdeten Stimmen und stumpfen Beats eigentlich so langsam überholt sein müsste. „Meet In tha Middle“ gefällt dagegen mit locker-leichten Pop-Keyboards der eingängigsten Art, die einfach im Gedächtnis bleiben. Die Gesangspartner sind dabei Brandy und Jim Beanz, die auch noch bei Schlussakt „Symphony“ auftauchen, welcher dann durch die Verstärkung mit Rapper Attitude und der rappenden (!) Brandy aber leider mit einem etwas langweiligen Beat verschlechtert wird. Der Song geht aber als echter HipHop-Track der altmodischen Sorte durch, von denen es mit z.B. „Say Something“ noch einige wenige auf diesem Silberling gibt.

Ein glasklares unausgesprochenes „I love Pop“ gibt Timbaland dann scheinbar bei dem Duett mit Shootingstar Katy Perry ab: Perry besticht mit ihrer eindrucksvollen Stimme und die flotten Beats passen einfach zu ihr. Der Track wäre auf ihrer letzten CD gut aufgehoben gewesen, doch sie selbst kann bekanntlich noch bessere Popsongs schreiben. The Fray und Sängerin Esthero geben sich bei „Undertow“ die Ehre. Dabei perlt ein richtiger Kuschelsong aus den Boxen, der so gar nicht zum musikalischen Rest passt: Timbalands Rapeinlage spielt dabei eine winzige Rolle und die Stimmen von Esthero und Fray-Sänger Isaac Slade dominieren mit einem emotional-berührenden Moment.

Die Rockband Jet lässt den Superproduzenten Hand an ihren Song „Timothy“ anlegen, der diesen mit einem selbst beweihräuchernden Text der übelsten Sorte fast zerstört und nur Jet selbst retten den Track noch. „The One I Love“ mit Keri Hilson dümpelt mit elektronischen Beats und Monotonie vor sich hin und zählt mit den erfolglosen Versuchen mittels Nickelback-Frontmann Chad Kroeger oder Daughtry die (gemäßigte) Rockmusik einzu-“timbalanden“ zu den schlechtesten Werken von den insgesamt 17 Songs auf der CD.

Es bleibt ein zerrissenes Qualitätsbild übrig: Gute hitverdächtige Songs wechseln mit einfallslosen Langweilern ab und die Qualität des Debüt-Soloalbums erreicht Timbaland diesmal nicht.

Anspieltipps:

  • Meet In tha Middle (with Bran' Nu)
  • If We Ever Meet Again (with Katy Perry)
  • Undertow (with The Fray & Esthero)

Neue Kritiken im Genre „HipHop/Rap“
7/10

Copyshop
  • 2017    
7.5/10

Lang Lebe Der Tod
  • 2017    
6/10

tru.
  • 2017    
Diskutiere über „Timbaland“
comments powered by Disqus