Robin Thicke - Sex Therapy: The Experience - Cover
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Robin Thicke Sex Therapy: The Experience


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer hat was gegen Wattebäuschen? Niemand!

Ein Album „Sex Therapy“ zu nennen, zeugt schon von großem Marketing-Geschick. Und wenn der Sänger Robin Thicke noch so ein gut aussehender Typ ist, dann zählt das doppelt. Das vierte Werk des R&B-Sänger Thicke möchte vieles: Möglichst viele Musikgenres abgreifen wie z.B. R&B, Soul, HipHop und eine Prise Pop scheint das erklärte Motto des Komponisten Thicke zu sein, der sich aber auch Songwriter vom Schlage eines Jeff Bhasker oder Polow da Don, bürgerlich Polow-Freache Jamal Fincher Jones, zur Seite holte, die unter anderem für das musikalische Potpourri verantwortlich sind. Als Gastsänger/Rapper kamen Jay-Z, Estelle, Kid Cudi, (The) Game und Snoop Dogg zum Einsatz und das sind ja keine unbekannten Namen.

Robin Thicke schafft es mit Songs wie das Titelstück „Sex Therapy“, „2 Luv Birds“ und „Jus Right“ seinen Ruf als Kuschel-R&B-Lieferant zu festigen. Er nutzt seine sehr helle Stimmfarbe dazu, um Musik zu komponieren, die sich so einschmeichelnd gibt wie ein Wattebäuschen. Wer hat was gegen Wattebäuschen? Niemand! Doch damit nicht genug: Das Duett „Meiple“ mit dem allgegenwärtigen Jay-Z fasziniert mit flottem Rhythmus, der trotz Rap so gar nicht nach HipHop klingt, sondern eher nach Pop. „Shakin' it Daddy“ präsentiert Thicke als Rapper, der zusammen mit Rapperin Nicki Minaj leider einen monotonen Beat zu übertönen versucht, was nicht wirklich gelingt. Dagegen punktet „Elevetas“ mit Newcomer Kid Cudi, welches so unterschiedliche Dinge wie E-Gitarren, Rap, einen eingängigen Refrain-Beat und die Falsettstimme Thickes vereinigt.

„Rollacoasta“ verwöhnt mit R&B inklusive starkem Dance-Pop-Einschlag, den die gute Estelle immer so schön einbringt. Es bleibt festzuhalten, dass der 32jährige Amerikaner ine musikalisch abwechslungsreiche CD vorlegt, die zwar auch einige Schwächen besitzt wie zum Beispiel die Kollaboration mit Snoop Dogg oder das genannte „Shakin' it 4 Daddy“, aber im Grunde beweist Robin Thicke sein zweifellos vorhandenes Songwriting-Talent, das ihn aus der Masse der Genrekonkurrenz herausragen lässt. Eindeutig ist aber auch, dass diese meist sanfte Musik nicht nur wegen seiner „Parental Advisory“-Texte direkt zu mehr als nur Kuscheln passt.

Anspieltipps:

  • Meiplé (feat. Jay-Z)
  • Sex Therapy
  • Jus Right
  • Elevatas (feat. Kid Cudi)

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