The Game - The R.E.D. Album - Cover
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The Game The R.E.D. Album


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 72 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Insgesamt gibt es 72 Minuten Rap-Musik der altmodischen Art, die auch R&B-Ausflüge beinhalten.

Dr. Dregilt in amerikanischen HipHop-Kreisen als die Produzenten-Ikone. Wer mit ihm produzieren und komponieren darf, gehört zu den ganz Großen im Rap-Bereich. Game alias The Game oder Jayceon Terrell Taylor durfte und freute sich wie ein Schneekönig auch noch The Neptunes als Produzenten und Songwriter verpflichten zu können. Wie immer bei einem Hip Hop-Album platzt die Gästeliste aus allen Nähten: Snoop Dogg, Chris Brown, Nelly Furtado, Rick Ross, Tyler the Creator, Lil Wayne und Drake gaben sich die Studioklinke in die Hand und unzählige Komponisten plus Produzenten wurden beschäftigt.

Die Krise des Rap möchte Game ganz unbescheiden beheben, doch gelingt das? Nach seinem letzten Werk „Lax“, welches weltweit wie gewohnt abräumte, sind drei Jahre vergangen, die eben dem HipHop dank der musikalischen Einfallslosigkeit einiger Rapper nicht so gut getan haben. Was bietet Mister Taylor also an? Nach kurzem Intro von Dr. Dre, kommt mit „The City“ ein düsterer Song daher, der einen sehr wütenden Game präsentiert, der sehr deutlich sprechsingt, was er so zur allgemeinen Lage der Welt meint, Stichwort „Motherfucker“.

„Drug Test“ mit Snoop und Dr. Dre beherbergt einen monotonen Beat und viele Rap-Einlagen, die leider nicht wirklich vom Hocker reißen. Dagegen besitzt „Martians vs. Goblins“ schon andere Qualitäten, wenn Lil Wayne mit unnachahmlicher Stimme und Tyler The Creator plus Game mit sehr unterschiedlichen Stimmfarben für ein wenig Abwechslung sorgen. „Red Nation“ wieder mit Lil Wayne ist eine der Singles, doch so richtig begeistert dieser sehr oldschoolige HipHop nicht, denn die Beats klingen auch hier sehr eintönig. „Pot of Gold“ trifft schon eher den Nerv der heutigen Charts, denn Chris Brown singt sehr sanft und die leichte Gitarre (!) und der Flow von Game passen zusammen und klingen einfach gut. Auch ein Kandidat für die Charts ist das sehr groovige Track „Mama knows“, den Sängerin Nelly Furtado stimmlich aufhübscht und diesen haben The Neptunes zu verantworten. Im zweiten Teil des Albums gibt es auch einige positive Momente, die z.B. das eingängige „Hello“ bietet, welches mit sehr guter Frauensingstimme im R&B-Revier wildert ohne die im Vordergrund stehenden Rap-Einlagen von Mister Taylor zu vernachlässigen.

Insgesamt gibt es 72 Minuten Rap-Musik der altmodischen Art, die auch R&B-Ausflüge im zweiten Teil des Silberlings beinhalten, die durchaus besser gefallen. Für Fans von Ice Cube und Nas und alle Black Music-Fans stellt die Scheibe sicher ein Hörvergnügen dar, die breite Masse wird aber wohl eher Abstand nehmen und höchstens die Singles kaufen.

Anspieltipps:

  • Martians vs. Goblins (featuring Lil Wayne & Tyler, The Creator)
  • Pot of Gold (featuring Chris Brown)
  • Hello (featuring Lloyd)
  • All the Way Gone (featuring Mario & Wale)

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