Soundtrack - Zweiohrküken - Cover
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Soundtrack Zweiohrküken


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 79 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der erfolgreiche Kinofilm „Keinohrhasen“ von Regisseur und Hauptdarsteller Til Schweiger verlangte nach einer Fortsetzung: Am 03.12.2009 startete nun „Zweiohrküken“, in welchem die Schauspieler Til Schweiger und Nora Tschirner - in ihren jeweiligen Rollen - den teilweise komischen Paaralltag zeigen, der der großen Liebe meist folgt.

Der Soundtrack zur „Keinohrhasen“-Komödie überzeuigte mit ähnlichem Verkaufserfolgen wie der Film: Mit Bloc Party, Keane, The Killers und Angels & Airwaves waren ganz heiße Musikeisen am Start, die es allein schon lohnenswert machten, diese CD zu kaufen, obwohl der Filmscore eher durch einfallslose Keyboardspielereien auffiel. Den jetzigen Filmscore, immerhin sieben von 25 Songs, erschuf wieder das altbekannte Schweiger-Musik-Team Dirk Reichardt, Daniel Nitt und Mirko Schaffer – und überzeugt wieder nicht.

Zudem hat sich die vormals gute Künstlerauswahl geändert: Nun bekommen mit Stanfour, Livingston und Plushgun recht unbekannte Popmusik-Weichspüler eine Chance, die den oben genannten Bands qualitätsmäßig nicht annähernd das Wasser reichen können. Zu allem Überfluss gibt auch noch „Popstars“-Jurorin Michelle Leonard eine Kostprobe ihres Könnens und man muss mit Erschrecken feststellen, dass ihre Stimme mit Hall verstärkt wurde, was auch das einzig Hervorstechende dieser seelenlosen Ballade ist, die keiner wirklich braucht. Ein echter Radiohit könnte dagegen „I Like“ von Keri Hilson werden, die ein sehr eingängiges R&B-Perlchen gesanglich darbieten darf.

Den Titelsong „Secrets“ komponierte wieder OneRepublic-Frontmann Ryan Tedder – einer der wenigen Lichtblicke, der auf jeden Fall im Ohr hängen bleint. „Auch „This is the life“ von der jungen schottischen Sängerin Amy MacDonald ist über jeden Qualitätszweifel erhaben, doch nicht zuletzt der musikalisch recht mittelprächtige wieder keyboardlastige Score und die unglückliche Nietenauswahl an brauchbaren Balladen sowie die wenigen leider auch nicht besonders guten Electro-Popsongs, Schiller und Paul van Dyk als Beispiel, lassen nur eine absolute Durchschnittswertung zu.

Anspieltipps:

  • Secrets – OneRepublic
  • This Is The Life - Amy Macdonald
  • I Like (Jost & Grubert Radio Mix) - Keri Hilson

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