Soundtrack - Where The Wild Things Are - Cover
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Soundtrack Where The Wild Things Are


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 40 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Fantasyfilm „Wo die wilden Kerle wohnen” hat zum Glück nichts mit der mehrteiligen Fußballfilm-Reihe der Ochsenknecht-Söhne zu tun, sondern ist vielmehr eine gewagt radikale Hollywood-Umsetzung des Kinderbuchklassikers „Where The Wild Things Are“ von Maurice Sendak (81) aus dem Jahr 1963. Inszeniert wurde der 80 Millionen Dollar teure Film von dem Schriftsteller Dave Eggers („A Heartbreaking Work Of Staggering Genius“) und dem 40jährigen Regisseur („Adaption”, „Being John Malkovich”), Produzenten („Human Nature“, „Synecdoche, New York“), Drehbuchautoren („Jackass: The Movie”) und Schauspieler („Three Kings”, „Jackass”) Spike Jonze.

Passend zum eigenwilligen Ansatz des Films, ist auch der Soundtrack dazu entstanden. Die ansonsten so kompromisslos wilde Sängerin der Indie-Rockband Yeah Yeah Yeahs, Karen Lee „O“ Orzolek, schnappte sich einen 16-köpfigen Kinderchor und eine Schar bekannter Indie-Rock-Größen wie Aaron Hemphill (Liars), Jack Lawrence (The Dead Weather), Bradford Cox (Deerhunter), Dean Fertita (Queens Of The Stone Age) sowie Brian Chase und Nick Zinner von den Yeah Yeah Yeahs, um eine kindlich verspielte Indie-Folk-Pop-Songsammlung einzuspielen. Und damit die 31-Jährige ja nicht falsch verstanden wird, gibt sie anleitend zu Protokoll, dass der Soundtrack „keine Musik für Kinder ist, sondern Musik wie Kinder sie machen würden“.

Damit trifft Karen O den Nagel auf den Kopf. „Where The Wild Things Are“ ist keine Ansammlung von Kinderliedern, wie sie ein Walt-Disney-Film vermutlich präsentiert hätte, sondern eine Bündelung erwachsener Songs, die mit dem natürlichen Sturm und Drang („Capsize“) und der naiven Freude junger Menschen gekoppelt wurden („All is love“). Entsprechend durcheinander mag das Ganze deshalb wirken, wenn rumpelnder Kinder-Rock („Animals“, „Heads up“) neben tieftraurigen Liedern steht („Lost fur“). Da dürfen Balladen auch mal etwas düsterer ausfallen („Hideaway“, „Worried shoes“, im Original von US-Songwriter Daniel Johnston) und direkt von einem super-fröhlichen Song abgelöst werden („Rumpus“), weil es einfach passt.

Anspieltipps:

  • Rumpus
  • Heads up
  • Hideaway
  • All is love
  • Sailing home
  • Building all is love

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