Jay Sean - All Or Nothing - Cover
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Jay Sean All Or Nothing


  • Label: Cash Money/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Jay Sean (28, bürgerlicher Name Kamaljit Singh Jhooti) zählt in seiner englischen Heimat bereits zum Stamm der etablierten R&B-Musiker. Seine bisherigen Alben „Me Against Myself“ (2004) und „My Own Way“ (2008) sowie ein halbes Dutzend Singleauskopplungen platzierten sich regelmäßig in den UK-Charts und brachten den Sänger mit den indischen Wurzeln diverse Platinauszeichnungen ein.

Außerhalb Englands ist der Londoner dagegen noch relativ unbekannt. Doch das wird sich nun ändern! Denn mit seinem dritten Album läutet der 28-Jähre den nächsten Karriereschritt ein. Er wechselte zum Cash-Money-Label von Rapper Lil Wayne, auf dem er erfolgreiche Leute wie Kevin Rudolf, Lil Jon und Sean Paul als Kollegen hat. In den USA schneiderte man den Songs von Jay Sean unter der Federführung von Lil Wayne sowie den Produzenten Ronald „Slim“ Williams und Bryan „Birdman“ Williams einen international massentauglichen Sound zurecht, in dessen Genuss auch ein paar Neuaufnahmen ältere Songs der vorangegangenen Alben kommen.

Leider gibt es im Vergleich der vorliegenden internationalen Ausgabe mit der UK-Version erheblich Abweichungen in der Tracklist. So fehlen z.B. die Kollaborationen mit Craig David und Ex-Sugababe Keisha Buchanan. Das ist schade. Doch trotz dieser nur schwer nachvollziehbaren kosmetischen Veränderungen, bietet das Album immer noch reichlich Futter, um die Single-Charts in den kommenden Monaten erfolgreich zu bedienen, wie bereits die Vorabsingle „Down“ bewiesen hat. Der Song, den Jay Sean zusammen mit Lil Wayne performt, schoss auf Platz eins der US Billboard Charts und heimste eine Platinauszeichnung ein.

Von diesem Kaliber ist aber nicht nur „Down“. Locker ein halbes Dutzend potenzielle Hits lassen sich auf „All Or Nothing“ entdecken. Diese vermengen R&B mit Dancehall-Einflüssen, aus denen sich ein sehr mainstreamlastiger Sound ergibt, der sich klangtechnisch irgendwo zwischen Akon, Sean Paul, Usher, Chris Brown und Craig David platziert. Das kann gefallen, muss es aber nicht. Denn wer künstlerischen Tiefgang erwartet, ist bei Jay Sean definitiv falsch gewickelt. Wer sich dagegen von eingängigen Melodien umschmeicheln lassen will, bekommt mit „All Or Nothing“ genau das richtige Album serviert.

Anspieltipps:

  • War
  • Down
  • Lights off
  • All or nothing
  • Do you remember
  • Love like this (eternity)

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