Bon Jovi - Live At Madison Square Garden - Cover
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Bon Jovi Live At Madison Square Garden


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 143 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn’s interessiert: auf Jons nackter, nicht rasierter Brust ist jede Schweißperle einzeln erkennbar.

So eine gewagte Veröffentlichungspolitik können sich nur absolute Superstars leisten: Drei Wochen nach dem Release des neuen Bon-Jovi-Studioalbums „The Circle“ (10/2009), steht mit „Live At Madison Square Garden“ bereits eine brandneue DVD des New-Jersey-Rocker in den Regalen. Ein Segen, wer eine solch kaufkräftige Gefolgschaft hat, wie die Mannen um Jon Bon Jovi!

Das hier verewigte Konzert wurde am Schluss der ungeheuer erfolgreichen „Lost Highway“ Welttournee in New York City aufgezeichnet und zeigt Bon Jovi vor gewohnt großer Kulisse – und doch in einem intimen Rahmen. Denn die Bühne wurde in Mitten der Arena aufgebaut und verzichtet deshalb zugunsten der Rundumsicht auf Backdrops. Gefilmt in moderner High-Definition-Bild-Qualität und mit Surround Sound ausgestattet, kommt der Fan seinen Lieblingen somit so nahe wie nur möglich (wenn’s interessiert: auf Jons nackter, nicht rasierter Brust ist jede Schweißperle einzeln erkennbar...).

Bon Jovi präsentieren einen Querschnitt durch ihre sensationelle Karriere und lassen dabei keine wichtige Station aus. So hat sich Jons Solohit „Blaze of glory“ schon längst in das Repertoire seiner Band integriert und mit „Hallelujah“ wird in Anbetracht der Masse an eigenen Hits sogar mal eine Coverversion verewigt. Auch nach so vielen Jahren legen die Herren aus New Jersey eine ungeheure Spielfreude an den Tag und sehen – bis auf Gitarrist Richie Sambora – fit wie am ersten Tag aus (die Bühnenshow von Jon Bon Jovi gleicht optisch einer Art Fitnessprogramm für Middle-Ager).

Bon Jovi spielen wie immer ihre alten Gassenhauer („Born to be my baby“, „Livin’ on a prayer“, „Keep the faith”), neue Stadionrocker („It’s my life“, „Have a nice day“) und die ganz großen Schmachtfetzen wie „Always“, „Bed of roses”, „(You want to) make a memory“und „In these arms” zusammen mit Fan-Favoriten wie dem grandiosen „Dry county” oder „I’ll be there for you“ (hier solo gesungen von Richie) und Raritäten wie „Living in sin”/„Chapel of love”. Keine Frage, für so eine Greatest-Hits-Setlist würde so mancher Musiker töten. Das weiß auch Jon Bon Jovi, der sich in Interviews zunehmend reservierter gibt und nur noch auf der Bühne den Sunnyboy mimt. Ein erster Anflug von Arroganz? Durchaus möglich! Aber vielleicht ärgert sich der Gute einfach nur über die anhaltend maue Presse in Bezug auf seine Musik. Aber macht dir nichts draus! Wenn du schlechte Laune hast, guckst du dir einfach deine Kontoauszüge an. So einfach geht glücklich sein.

Anspieltipps:

  • Always
  • Dry county
  • Living in sin
  • Born to be my baby
  • I’ll be there for you
  • Whole lot of leavin’

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