Britney Spears - Oops!... I Did It Again - Cover
Große Ansicht

Britney Spears Oops!... I Did It Again


  • Label: Jive/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Obwohl aus „Oops I Did It Again“ „nur“ vier Singles ausgekoppelt wurden, ist die Hitdichte des Albums beeindruckend.

25 Millionen CDs weltweit zu verkaufen gelingt den wenigsten Musikkünstlern. Britney Spears gelang dieses Kunststück mit ihrem 1999er Debüt „Baby One More Time“. Da war sie gerade einmal 18 Jahre jung. Das heiß ersehnte zweite Werk „Oops I Did It Again“ (05/2000) erreichte ebenfalls äußerst respektable 20 Millionen Einheiten und zementierte Britney Spears‘ Titel als Popkönigin und eine der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten.

In Deutschland war „Oops I Did It Again“ sogar noch erfolgreicher als das Debütalbum. Hier ging das Konzept der Macher besonders gut auf: Eine blutjunge Sängerin, die einen hohen Identifikationsfaktor für die jugendliche Zielgruppe besitzt, und eine ganze Armee erfahrener Songschreiber und Produzenten wie Max Martin (N*Sync, Celine Dion, Bryan Adams, Bon Jovi), Rami Yacoub (Enrique Iglesias, Lutricia McNeal, Backstreet Boys, P!nk) und Darkchild (Michael Jackson, Alicia Keys, Destiny’s Child, Jennifer Lopez) legen ihre Fähigkeiten zusammen und fertig ist ein neues Dance-Pop-Produkt, das Anfang des neuen Jahrtausends den Nerv der Zeit und des jungen Publikums perfekt traf.

Die erste Singleauskopplung „Oops I did it again“ fasziniert mit lupenreiner Popmusik und treibenden Rhythmen, die sich mit absoluter Eingängigkeit gepaart, förmlich ins Ohr und Langzeitgedächtnis saugen. Die zweite Single, „Lucky“, präsentiert sich dagegen um einiges ruhiger, ohne an Eingängigkeit einzubüßen. Inhaltlich präsentiert sich der Superstar fast schon nachdenklich. Spears verrät private Einsichten, die sich mit der Einsamkeit von Stars beschäftigen. Eine Situation, die der ehemalige Kinderstar (Britney moderierte u.a. bereits als Zwölfjährige den Mickey Mouse Club im amerikanischen Fernsehen) wohl auch durchlebte.

Mit der dritten Singleauskopplung „Stronger“ legte Britney Spears einen weiteren Top-10-Ohrwurm hin, der sich inhaltlich als geschickte Fortsetzungsgeschichte ihrer Debütsingle „…Baby one more time“ erweist. Warum Britney allerdings eine Coverversion des Rolling-Stones-Hits „Satisfaction“ einsingen wollte bzw. musste, ist schleierhaft und passt nicht so recht ins Gesamtbild. Weitaus besser ist dagegen die Teeny-Herzschmerzballade „Don't let me be the last to know“, die wunderbar in Emotionen schwelgt und damit vor allem verliebte Teenager berühren dürfte.

Obwohl aus „Oops I Did It Again“ „nur“ vier Singles ausgekoppelt wurden, ist die Hitdichte des Albums beeindruckend. Natürlich ähnelnd sich manche Songs recht auffällig, so dass man bemängeln kann, dass das erwähnte Konzept fast zu konsequent durchgezogen wird. Doch zur damaligen Zeit ging der Plan auf. Heutzutage versucht sich Britney Spears an einer moderneren Dance-Pop-Variante, die inklusive einiger markanter Stimmverfremdungen durchaus Erfolge feiert, aber nicht mehr an ihre Anfänge anknüpfen kann.

Anspieltipps:

  • Don't let me be the last to know
  • Oops!… I did it again
  • Stronger
  • Lucky

Dieser Artikel ging am um 12:31 Uhr online.
Neue Kritiken im Genre „Pop“
6/10

La Roux
Trouble In Paradise

  • 2014    
7.5/10

Bosse
Kraniche: Live In Hamburg

  • 2014    
Diskutiere über „Britney Spears“
comments powered by Disqus

Einfach losschreiben!

X

Ergebnisse: