Jody Watley - The Makeover - Cover
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Jody Watley The Makeover


  • Label: Rykodisc/WEA
  • Laufzeit: 58 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Es geht wieder auf Weihnachten zu. Das merkt man an Alben wie Jody Watleys „The Makeover“. Von wegen neues Material nach so vielen Jahren. Watley gibt Neuinterpretationen ihrer Lieblingstracks und covert sich dann noch zwei Mal selbst. Am Ende gibt es einen neuen Song und das war es auch. Der Name „The Makeover“ trifft den oft zitierten Nagel also voll auf den Kopf. Was ist das künstlerische Ziel eines solchen Albums, außer die Fingerfertigkeit der Sängerin/Produzentin zu beweisen? Die Lieder ins Jetzt zu bringen, sagt Jody über das Ziel und den Sinn des Albums.

Die Namen, die Watley inspiriert haben, sind keine Unbekannten: Madonna, Chic, Bob Marley und Diana Ross sind allesamt Namen, die mehr als berühmt sind. Wer Jody mag, wird also mit hochwertiger Kost bedacht, das steht eigentlich schon fest. Ruhige Dance-Soul-Nummern, die sich einer Lounge-Atmosphäre nicht entziehen mögen. Irgendwie modern und irgendwie auch wieder Retro-Klassik. Song für Song. Man weiß gar nicht, was man großartig herausheben soll und was nicht. Es ist irgendwie bezeichnend, dass die einzigen Tracks, die wirklich modern klingen, jene sind, die schon im Original von Ms Watley gesungen wurden, wie ihr Smashhit „Looking For A New Love“.

Ansonsten hört man die alten Wurzeln der Lieder immer wieder klar heraus und da zeigt sich, dass man nicht brachial genug vorgegangen ist. Der trennende Schritt zur Vergangenheit wird nicht gegangen und das sorgt für recht gleich bleibende Erlebnisse und Ergebnisse. Alleine „Love Hangover“ (Diana Ross) kann phasenweise überzeugen, was wohl aber auch nicht unbedingt dem neuen Mix zuzuschreiben ist. Madonnas „Boderline“ ist ebenfalls hörenswert und zeigt (mal wieder), dass Madonna nun wirklich keine einzigartige Stimme hat. Jody übertrifft das Original an Gefühl, allerdings wird hier auch das Tempo im Vergleich heruntergeschraubt.

Der einzige wirkliche Höhepunkt ist jedoch ihr eigenes, neues Lied „Bed Of Roses“, welches frisch und eigenständig wirkt und die Coverversionen hinter sich lässt. Das kann aber nicht über das mittelmäßige Gesamtbild des Restes hinwegtäuschen. Da hilft auch keine Ballade zum Abschluss. Hier wurde einfach jede Menge verschenkt für „Café del Mar“-Light! Das sollte nicht der Anspruch einer Frau mit über 20 Million verkauften Einheiten sein, ist es bei diesem Album allerdings. Aber es wirk ja schon an einer (richtigen) neuen Platte gearbeitet. Da kann alles wettgemacht werden. Ein echtes Makeover!

Anspieltipps:

  • Bed Of Roses
  • Love Hangover
  • Borderline

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